
Es gibt im Haushalt eine ganz besondere Form der Mitarbeit: die halbe. Bei diesem faszinierenden Konzept wird eine Aufgabe begonnen, aber unter keinen Umständen vollständig beendet. Die Waschmaschine wird ausgeräumt, aber die Wäsche bleibt auf dem Sofa liegen. Die Spülmaschine wird eingeräumt, bis sie platzt, allerdings nicht eingeschaltet. Und der Müll? Steht immerhin schon vor der Tür. Mehr kann man nun wirklich nicht verlangen. Und als würde all das den eigenen Puls nicht schon auf 180 treiben, wagen es manche Menschen auch noch anschließend, vor Selbstzufriedenheit triefend zu verkünden, dass sie „doch geholfen haben“. Ja … Nein. Das ist ungefähr so hilfreich wie jemand, der beim Umzug einmal einen Karton angefasst hat und anschließend nur noch aus dem Fenster guckt.
Das eigentlich Nervige ist aber nicht einmal die einzelne halbfertige Aufgabe. Es ist die Tatsache, dass jemand anderes den Rest im Kopf behalten muss. Denn plötzlich ist man nicht nur für den Haushalt zuständig, sondern zusätzlich für die Qualitätskontrolle. Wurde die Wäsche aufgehängt? Ist die Spülmaschine wirklich komplett ausgeräumt? Warum steht die leere Küchenrolle noch da? Und genau diese kleinen Dinge summieren sich irgendwann zu einem erstaunlich großen Nervfaktor, wie auch der folgende Thread von @mymelody284 beweist.
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