
Über Geld spricht man eigentlich nicht. Zumindest nicht, wenn man in Deutschland aufgewachsen ist. Man weiß zwar durch Gerüchte ungefähr, was der Nachbar verdient oder was die Kollegin für ihre neue Küche bezahlt hat und dass der Cousin dritten Grades neuerdings „irgendwas mit Immobilien“ macht, aber über den eigenen Kontostand wird eisern geschwiegen. Besonders dann, wenn Geld in der Kindheit eher knapp war. Überhaupt weiß man als Kind meistens gar nicht, wie viel Geld die eigene Familie eigentlich zur Verfügung hat. Man kennt vielleicht das Wort „teuer“ oder hört regelmäßig ein „Das können wir uns nicht leisten“ und entwickelt dementsprechend irgendwann ein erstaunlich gutes Gespür dafür, welche Wünsche man besser gar nicht erst äußert. Aber was Armut oder finanzielle Sorgen wirklich bedeuten, versteht man häufig erst viel später. Nämlich dann, wenn man erwachsen ist und plötzlich merkt, dass andere Kinder offenbar ganz andere Selbstverständlichkeiten hatten.
Und manchmal sind es nicht einmal die großen Dinge, an denen man das im Nachhinein erkennt, sondern es sind vielmehr die Kleinigkeiten. Dinge, über die man nie nachgedacht hat, weil man schlicht davon ausging, dass das eben überall so ist. Bis man irgendwann feststellt: Ähm … nein. Offenbar nicht. Ähnlich geht es auch den Userinnen und Usern in den folgenden Geschichten von Reddit. Sie verraten euch nämlich, woran sie gemerkt haben, dass sie als Kind arm aufgewachsen sind. Aber lest einfach selbst.
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