Was hat euch am Mamasein am meisten überrascht?

Emotionale Collage zum Thema Mutterschaft, elterliche Überforderung und Baby-Alltag: Im Zentrum sitzt eine junge Mutter in Schwarz-Weiß auf dem Boden, die erschöpft eine Hand an die Stirn legt und gestresst nach unten blickt. Sie trägt ein leuchtend pinkfarbenes T-Shirt und lilafarbene Hosen, die farblich extrem stark hervortreten. Auf ihrem Schoß liegt ein weinendes, schreiendes Baby in Schwarz-Weiß, das einen knallgrünen Body trägt. Weiße Blitz-Icons über dem Kopf der Mutter und das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert die ungeschönte Realität, den chronischen Schlafmangel und den absoluten Moment der Überforderung, wenn das Baby weint und nichts nach Plan läuft.
Prostock-studio, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Die Frage, ob man in diesem Leben Eltern werden möchte, ist die essenziellste, die es gibt. Alles andere kann man irgendwie rückgängig machen, aber wenn man sich dafür entscheidet, ein kleines Lebewesen auf diesen Planeten zu bringen, dann trägt man bis zum Ende der Tage die Verantwortung. Und egal, was die anderen Menschen, die diesen Schritt schon gewagt haben, einem erzählen und raten: Niemand kann einen darauf vorbereiten, was passiert, sobald das Baby das Licht der Welt erblickt. Das Leben wird einmal komplett umgekrempelt und auf den Kopf gestellt.

Man kann sich darauf nicht so wirklich vorbereiten. Und oft ist deshalb auch die Überraschung groß, dass einiges sich ganz anders anfühlt, als man sich das vorgestellt hatte. Threads-Userin @jana_loewenmama hat ihre Community danach gefragt, was sie am Mamasein am meisten überrascht hat. Wir haben die treffendsten Antworten für euch gesammelt. Und solltet ihr gerade auf euren Nachwuchs warten – vielleicht helfen euch diese Beobachtungen ja doch ein bisschen weiter.

Mamas, mal ehrlich... was hat euch am Mama-Sein so richtig überrascht? Also worauf wart ihr null vorbereitet? Dinge, über die vorher einfach keiner spricht? Ich fang an: diese Einsamkeit, Vor allem nachts. Wenn alles still ist und du da sitzt mit deinem Baby und merkst, wie allein sich das plötzlich anfühlen kann. Sagt mal ehrlich... was war's bei euch?

Hobbys? Was ist das?

Wie langweilig der Tag ist. Man möchte was machen, irgendwas woran man mal Spaß hatte. Lesen, malen, Sport, kochen... Nichts davon kann man machen weil immer einer weint. Aber in der Zeit wenn Ruhe ist kann man halt auch nichts anfangen.

Überrascht uns auch

Schule. Wie unfassbar anstrengend die Schule der Kinder für MICH ist. Ständig ist irgendetwas, es muss an etwas gedacht werden, es wird erwartet, dass man den Kindern zu Hause die Fähigkeiten vermittelt, die für ihre HA notwendig sind z.B. wie schreibe ich eine 15 seitige Arbeit am PC?; wie bediene ich PowerPoint?; wie erstelle ich ein Herbarium und wo finde ich die Pflanzen dafür? Dazu krude Materialien, die es nur (manchmal auch dort nicht) in Spezialgeschäften gibt usw. 1/2
2/2 Ich habe mich als Kind nach der Schule hingesetzt und alleine meine HA gemacht. So hatte ich mir das bei meinen Kindern auch vorgestellt. Mal Vokabeln, ein Gedicht oder Malfolgen abfragen, klar. Dieser enorme Arbeitsaufwand hat mich überrascht.

Klare Prioritäten

Wie krass anders sich Liebe nochmal anfühlen kann Ich dachte, ich kann niemanden mehr lieben als meinen Mann, aber ich würde ihn ohne weiteres brennen lassen, wenn ich das Kind retten müsste

Klingt paradox, ist aber so

die fremdbestimmtheit und die uhr im hinterkopf. jederzeit. maximale laufstärke. und ja, dann die einsamkeit ohne jemals allein zu sein.

Partner, bitte mal übernehmen! Danke

Pausenlos und immer berührt zu werden. Und immer ein Kind was Mama schreit, an dir klebt oder beim kacken gegen die Tür hämmert oder davor sitz und weint, weil du es „alleine" gelassen hast. 24/7 verantwortlich sein, trotz „Partner"

Unendlich

Der Punkt an dem man feststellt, wie viele Sorgen und Gedanken man sich um ein anderes Lebewesen machen kann.

Byebye Spontanität

Diese permantene Rücksicht: er schläft - bloß nicht laut sein. Duschen? Essen machen? No way! Etwas vergessen fürs essen? Kurz losgehen? Nö, ist nicht. Entweder er schläft, schläft gleich, hat schlechte Laune, zahnt, oder die Sterne stehen schief am Himmel. Und wenn man irgendwo hin will, muss alles genau geplant sein: wann ist er aufgewacht? -wie viel Zeit bis zum nächsten Schläfchen? Muss ich die Flasche mitnehmen? Windeln? Tücher? Welche Jacke? Mütze lieber mitnehmen. Gesicht eincremen?Boa ey

Do it!

Dass mich diese Kinder an manchen Tagen so UNFASSBAR nerven. Ich liebe sie ueber alles- aber manchmal wuerd ich am liebsten einfach die Tasche schnappen und 3 Tage verschwinden.

Bitte einfach nicht bewerten, danke!

Die unerwünschten Meinungen anderer. Die Bewertung von Müttern durch die Außenwelt. Und auch dieses Gefühl, dass frau mit Kindern lästig ist

Traurig, aber wahr

Wieviele Menschen einfach aus dem Leben verschwinden wenns mal schwieriger ist, oder keine Lust auf Kinder haben, oder echt absurde, schlimme Vorstellungen von Erziehung haben

Nicht mal da hat man seine Ruhe

Aufs Klo gehen ist nicht mehr aufs Klo gehen. Du bist nie allein 00

Hahahahahahahahaha … von wegen!

Wie sehr das eigene Leben sich verändert, während der Partner zur Arbeit geht und denkt, er würde mehr arbeiten als man selbst

Es gibt Hilfe, traut euch zu fragen!

Der Kinder- und Mütterhass. Die Einsamkeit. Die Hilflosigkeit. Diese allgegenwärtigen Sorgen.
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