
Es ist schon verrückt. Wir leben in einer globalisierten Welt, chatten oder arbeiten mit Menschen, die am anderen Ende des Planeten leben, solidarisieren uns mit Leuten quer durch Religionen, Völker, Geschlechter und politische Ansichten. Und trotzdem kommen wir manchmal nicht über die Mauern in unseren Köpfen weg.
Als biodeutscher Blondschopf kann ich bequem so tun, als würde Alltagsrassismus nicht existieren. Aber wenn ich meine Ohren und Augen nur ein klitzekleines bisschen öffne, ist er schwer zu ignorieren. Ich möchte gar nicht von den großen Dingen wie Job- oder Wohnungssuche sprechen. Mir geht es um die kleinen Aspekte. Das joviale „Willst du echt in den Deutsch-Leistungskurs?“ Oder: „Wo kommst du denn wirklich her?“ Es ist vielleicht leise, aber es bleibt Rassismus. Rassismus mit einem Lächeln.
Sollten wir als Gesellschaft nicht langsam darüber hinweg sein? Warum wundert es uns immer noch, wenn jemand mit offensichtlich nicht kaukasischen Wurzeln akzentfreies Deutsch spricht? Warum kriegen wir ein Kopftuch und ein Juramandat so schwer unter einen Hut? Sind wir wirklich so in unserem kleinen rassistischen Weltbild verheddert, dass wir immer noch glauben, Hautfarbe oder Nachname erlaubt uns ein Urteil über einen Menschen?
Threads-User @timur_20tu kann ein Lied von diesem leisen Rassismus singen. Und ich finde, wir sollten ihm alle mal zuhören.
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