Warum wir im Alltag öfter nett zueinander sein sollten

Ausdrucksstarke Collage zum Thema Hilfsbereitschaft, Achtsamkeit und positive Alltagsbegegnungen: Im Zentrum stehen zwei lächelnde Frauen, deren Gesichter in Schwarz-Weiß gehalten sind, in einer freundlichen und zugewandten Interaktion. Die Frau auf der linken Seite trägt ein zartrosa Oberteil und hält eine kleine Dose sowie ein leuchtend dunkelblaues Tablet in den Händen. Die Frau rechts neben ihr trägt ein blaues Oberteil mit auffälligem Blumenmuster und zeigt interessiert auf den Bildschirm. Die farbigen Elemente treten extrem stark hervor. Das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisiert pointiert die schönen, kleinen Momente der Nächstenliebe und die wärmende Verbundenheit, die entsteht, wenn man im stressigen Alltag kurz innehält, um anderen zu helfen.
Zoran Zeremski, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Unser Alltag in einem Wort? Stressig. Vor der Arbeit noch schnell zum Sport hechten, auf dem Weg ins Büro den heißen Kaffee zum Mitnehmen runterstürzen und mittags fix einen Snack reinschaufeln. Nach Feierabend jagen wir dann im Halbschlaf durch den Supermarkt und hauen abends schnell irgendwas Simples in die Pfanne, weil man danach noch Verabredungen mit Freund*innen hat. Bei diesem ewigen Marathon rennen wir viel zu oft mit Scheuklappen durchs Leben und übersehen dabei die Welt um uns herum. Seht diesen Text also als Zeichen, diese Scheuklappen für einen Moment abzulegen und durchzuatmen.

Wer weiß, vielleicht passiert euch dann im echten Leben genau das Gleiche wie Threads-Userin @g.naturephotography. Sie hat auf dem Weg in die Stadt nicht nur einer orientierungslosen jungen Frau geholfen, sondern später im Supermarkt ganz nebenbei einer älteren Dame den Tag versüßt. Spoiler: Es kann so verdammt einfach sein, im grauen Alltag für schöne Begegnungen zu sorgen und ein bisschen Konfetti zu verteilen. Wir haben die ganze Geschichte und die schönsten Reaktionen der Community für euch gesammelt!

Vorhin beim Einkaufen. Ich war auf dem Weg in die Innenstadt. Auf dem halben Weg begegnet mir eine junge Frau, die orientierungslos wirkte, als würde sie etwas suchen. Sie läuft auf mich zu. Ich nehme meine Kopfhörer raus und höre wie sie fragt: "Können Sie mir helfen?" Ich: "Hi. Was möchten Sie wissen?" Sie zeigt mir auf ihrem Handy, dass sie den Busbahnhof sucht. Ich zeigte ihr in welche Richtung sie laufen muss. Aber sie wirkte sehr verunsichtert, sodass ich sagte:

"Ich muss sowieso in diese Richtung. Kommen Sie einfach mit." Sie war sichtlich dankbar. Ich zeigte ihr den Busbahnhof und machte den entsprechenden Bus ausfindig für sie. Ich: "Da ist ihr Bus. Sie sehen das Ersatzverkehrzeichen drauf. Genau wie in ihrer App." Sie total erleichtert: "Oh vielen Dank!" und lächelte. Ich: "Kein Problem. Schönen Tag und alles Gute." Beim Einkaufen selbst ließ ich eine ältere Dame an der Kasse vor mir, mit den Worten: "Sie haben so wenige Artikel und ich hab Zeit."

Sie freute sich. Als wir dann nach dem Abkassieren nebeneinander unseren Einkauf einräumten, schaute sie und sprach mich an. Ich nahm die Kopfhörer raus und sagte: "Ja bitte?" Sie: "Oh tut mir leid, Sie hören Musik. Wollte Sie nicht stören." Ich: "Nein alles ok, haben Sie nicht." Sie lächelte und sagte: "Ich wollte Ihnen nur einen schönen Tag wünschen." Ich fand das so süß und antwortete: "Oh danke, das wünsche ich Ihnen auch." Sie: "Und genießen Sie das schöne Wetter." Ich: "Danke Sie auch."

Und so ging jeder seiner Wege mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Ich liebe diese Leichtigkeit in so unscheinbaren und kleinen Momenten im Alltag. Und solche Augenblicke können für andere ein kleiner Hoffnungsschimmer oder Lichtblick sein. Seid nett zueinander. Seht euch einander an und hört einfach zu. Zumindest können wir es versuchen Fühlt euch umarmt, wenn ihr es braucht und habt einen wundervollen Tag

Wer macht mit?

So soll unserem Alltag sein. Ich versuche "Konfetti" zu streuen, egal wo ich bin.

So einfach kann's sein

Schön, mir hat letzte Woche eine Frau gezeigt, wo der Zahntechniker ist, zu dem ich musste. Ich hatte sie vor ihrer Haustür gefragt und sie hat mich ohne Zögern dahin begleitet, sicher einen Kilometer entfernt. Im Leben hätte ich die Praxis nicht gefunden

Das ist Nächstenliebe

Vor ein paar Jahren stand im Dunkeln eine junge dunkelhäutige Frau mit Kinderwagen vor der Tür. Englisch? Fehlanzeige. Französisch? Mist, wo ist das Schulfranzösisch, wenn man es braucht? Sie hatte ein Handy, am anderen Ende ein Mann, der Deutsch konnte. Sie hatte ein gültiges Ticket, war aber irgendwo zu früh ausgestiegen. Mit Händen und Füßen und am Telefon nen Plan überlegt, den nächsten Bus abgewartet, mit dem Fahrer gesprochen, ihn erklärt, wo sie raus will/muss. Er versprach, sich um sie
zu kümmern, dass sie sicher ankommt. Ich hab noch oft an sie gedacht, ob alles geklappt hat. Und was fällt einem dann in den Stunden und Tagen nach so etwas wieder ein? Französische Vokabeln, Satzbau etc

Wie lieb von ihm

War heute auch ganz positiv von einen Patienten überrascht,der gefragt hat wie es mir geht :) hat man auch nicht oft

Word

Das Leben kann so schön sein, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.

Made the day

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich solche kleinen wunderbaren Momente hier in Deutschland erlebe. In Thailand ist ein solcher Umgang wesentlicher Bestandteil der Kultur, deshalb fühle ich mich immer sofort so wohl, wenn ich dort ankomme. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich 'zahlende Touristin' bin, diese Freundlichkeit begegnet einem selbst im kleinsten abgelegenen Dorf.
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