
Über kaum ein Kleidungsstück wird so viel diskutiert wie über den BH. Dabei sollte die Sache eigentlich ganz einfach sein: Wer einen tragen möchte, trägt einen. Wer keinen tragen möchte, lässt ihn eben weg. Ende der Geschichte. Doch wie so oft hat ein Teil der Gesellschaft beschlossen, dass einfache Dinge deutlich verkompliziert werden müssen, sobald sie den menschlichen weiblichen Körper betreffen. Denn erstaunlich viele Menschen haben ein ziemlich genaues Bild davon, was angeblich „unangemessen“ ist. Und wehe, jemand weicht davon ab. Dann reichen oft schon wenige Sekunden, damit plötzlich Meinungen abgegeben werden, nach denen überhaupt niemand gefragt hat.
Besonders seltsam wird es bei Körperteilen, die eigentlich jeder Mensch besitzt. Denn während männliche Brustwarzen im Alltag keine Aufmerksamkeit bekommen, werden weibliche Brustwarzen hingegen behandelt, als wären sie eine seltene Attraktion. Und sobald sich irgendwo auch nur die geringste Kontur unter einem T-Shirt abzeichnet, fühlen sich Menschen plötzlich dazu berufen, darüber zu urteilen, zu kommentieren oder auffällig lange hinzuschauen. Das Ergebnis ist, dass viele Frauen Kleidungsentscheidungen nicht unbedingt für sich selbst treffen, sondern für das Gefühl, möglichst keine Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken, das eigentlich gar keine besondere Aufmerksamkeit verdienen sollte. Das zeigt auch die folgende Geschichte von @kuntergrau.dunkelbunt. Aber lest selbst!
Kommentare & Reaktionen:
Ich glaube, euch haben sich mit Sicherheit auch die Zehnägel beim Lesen aufgerollt und ihr versteht, von welcher Sorte Mensch hier die Rede ist. Und auch die anderen Leserinnen berichten von ihren Erfahrungen.
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