Warum Planschbecken die besseren Pools sind

Warum Planschbecken die besseren Pools sind
Claudia Paulussen, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Planschbecken sind für Kinder doch eigentlich das, was Luxusresorts für uns Erwachsene sind. Kaum sind draußen die ersten 25 Grad erreicht, verwandelt sich ein Stück Plastik im Garten oder auf dem Balkon plötzlich in das aufregendste Urlaubsziel auf der ganzen Welt. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, dass das Wasser maximal bis zum Knie reicht und nach drei Stunden ungefähr die Farbe einer frisch gebrühten Gemüsesuppe angenommen hat. Für Kinder ist das kein Planschbecken, sondern Wasserpark, Abenteuerland und Karibik in einem.

Besonders schön ist dabei die Begeisterungsfähigkeit von Kindern. Erwachsene brauchen für Entspannung einen Wellnessbereich, eine Massage und mindestens vier Sterne im Hotel. Kinder benötigen lediglich 300 Liter Wasser und die Erlaubnis, möglichst viel davon außerhalb des Planschbeckens zu verteilen. Und natürlich entwickelt sich jedes Planschbecken früher oder später zu einem öffentlichen Treffpunkt. Plötzlich tauchen Geschwister, Nachbarskinder und Freunde auf, die wie durch Zauberhand von der Existenz des Wassers erfahren haben. Innerhalb weniger Minuten herrscht dort mehr Verkehr als an einem durchschnittlichen Flughafen in den Sommerferien. Das zeigen auch die folgenden Geschichten. Viel Spaß!

Es gibt schlimmere Strafen

Die Kinder haben einen handfesten Streit im Planschbecken. Ich will schlichten. Leider habe ich vergessen, wie sehr ein gemeinsames Feindbild vereint.* *klatschnass gesendet

Plötzlich wieder sieben Jahre alt

Ich hab für die Kinder das riesige Planschbecken volllaufen lassen. Ein Kind spielt auf der Liege, eins sitzt im Sandkasten. Das Planschbecken steht unberührt da. Juhu, ich hab das Planschbecken für mich alleine!!! Ihr entschuldigt mich...

Nationalität sollte klar sein

Bei Nachbarn musste jedes Kind immer 2 Kübel Wasser mitbringen, um bei denen im Planschbecken mitspielen zu dürfen. Total gaga gewesen. Auch nie vergessen. Dieser Geiz, diese Hohlheit.

Er fragt für einen Freund

"Guten Tag, welches Planschbecken können Sie mir empfehlen?" "Wie groß ist Ihr Kind denn?" "186cm, saut gerne mit Essen rum und spricht grade mit Ihnen..."

Wie man es macht …

Kind spielt im Planschbecken, rutscht aus, fällt auf den Kopf und schreit: "MAMA!!!! WARUM TUST DU IMMER DAS RUTSCHIGE WASSER REIN???"

Wie viele böse Eltern-Blicke gab's dafür?

"Papa bitte geh mir mit an den Pool! Die Mama will mich anpinkeln!" brüllt und weint das Kind während es quer über den Strand läuft. Das Ergebnis meiner Abschreckungstaktik damit das Kind nicht die tote Qualle anfasst, hab ich mir anders vorgestellt.

Besser als nichts

"Papaaaa? Darf ich Schwimmbad??" "Kind, wie haben noch Schwimmbad Zuhause." Das Schwimmbad Zuhause*: *Jaaa. Ich hab den Pool zu früh abgebaut. Ich weiß.

Dafür ist die Kindheit doch da

Mein Kind ist heute Nacht komplett angezogen in den Pool gesprungen. Weil ich gesagt habe, er traut sich ja eh nicht. Es war ein riesen Spaß. Überlege noch, ob das pädagogisch sinnvoll war.

Core memory

‚Nein ich bin nicht blau!‘ ‚Doch, du bist blau!‘ ‚Bin nicht blau!‘ ‚Doch!‘ ‚BIN NICHT BLAU!1!11!‘ Liebe diese Diskussionen mit dem bibbernden Kind im Pool, das zähneklappernd verkündet ‚mir ist warm.‘ 🙄

Männer haben ihre Poolnudel immer dabei

Tochter (5) am Planschbecken: „Iiiiih, manche Jungs gehen da mit Penis rein!“ Ist wohl Zeit, ihr zu erklären, dass das kein abschraubbares Feature ist.

Hinterher ist man immer schlauer

K1 (5): "Ich bin Kelterer. Soll ich dir mal zeigen wie man etwas keltert?" Ich [beeindruckt was das Kind für Wörter kennt]: "Ja, zeig mal." K1 [kippt Eimer Planschbecken-Wasser über mich]: "So, jetzt bist du kälter." Ich hätte es ahnen müssen.

Er ist nirgendwo sicher

Sitze auf der Dachterrasse. Unten im Garten planschen die beiden kleinen Mädels der Nachbarn. • Papa, du musst dich noch eincremen. ... • Papaaa! Du musst dich noch eincremen! ... ... • Mamaaaa! Der Papa hat sich noch nicht eingecremt! Hach, die lieben Kleinen. ☺️

Sicher ist sicher

Die Tochter hat Jungsbesuch. Und wie es sich für eine coole und entspannte Mutter gehört, steh ich am offenen Fenster und gucke den Kids beim planschen zu. Mit dem Fernglas und nem Megafon. 😊
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