Von wegen alt: Was wir von der Omi über Digitalisierung lernen können

Humorvolle Collage zum Thema Senioren und Digitalisierung: Eine fröhlich lächelnde, ältere Dame in Schwarz-Weiß mit runder Brille macht ein Selfie mit ihrem Smartphone und zeigt dabei entspannt das Peace-Zeichen. Sie trägt eine leuchtend grüne Jacke über einem gestreiften Shirt, was einen starken farblichen Kontrast erzeugt. Ein weißes Smartphone-Icon und das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisieren pointiert die moderne, technikaffine Großmutter-Generation, die beim Thema Apps und kontaktloses Bezahlen so manchen Jüngeren völlig lässig in den Schatten stellt.
Anton, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Digitalisierung. Gibt’s die überhaupt schon in diesem Land? Manchmal kommt es einem nicht so vor. In Verwaltungsgebäuden sind nach wie vor Menschen damit beschäftigt, physische Akten von A nach B zu räumen und einzusortieren. Und wenn man Freund*innen aus anderen Ländern erzählt, dass man in Deutschland immer Bargeld dabeihaben sollte, weil es immer noch jede Menge Cafés und Restaurants gibt, in denen keine Kartenzahlung möglich ist, folgt meist erst ein Lachen und nach dem Verständnis, dass dies leider kein Witz ist, ein berechtigtes Stirnrunzeln.

Doch manchmal wird man dann doch überrascht. Immerhin gibt es mittlerweile in immer mehr Supermärkten SB-Kassen und Threads-Userin @luisante hat in ihrem örtlichen eine schöne Begegnung gehabt. Vor ihr an der Kasse zückte eine Omi ganz selbstverständlich ihr Handy, nicht nur, um die Bonus-App zu bedienen, sondern auch zum Bezahlen. Da soll noch einmal jemand sagen, die Älteren könnten mit der Technik nicht mehr Schritt halten. Wir haben die besten Antworten ihrer Community für euch gesammelt.

Falls noch jemand Fragen zum Stand der Digitalisierung in Deutschland hatte: Vor mir stellt die 80-Jährige beim Dorf-Rewe ihre Einkäufe in den Rollator und zieht zum Bezahlen das Smartphone mit der Rewe-App heraus.

Ist das wirklich passiert?

Irgendwo in einer Großstadt in Deutschland. Kurzer Zwischenstop auf dem Heimweg um meinen Einkauf zu erledigen. Ich (73) zücken das Handy um zu bezahlen, als ich die ca. 25 jährige Kassiererin sagen höre: Bitte bar bezahlen. Ich kenne Sie nicht und wegen des Datenschutz kann ich nicht nachvollziehen, ob das Konto auch Geld hat. Bin zurück in die Niederlande und habe ohne Ansage mit Handy bezahlt. Und nein, man kannte mich dort auch nicht.

Wir lieben alles daran

Mein Ex-Chef hatte sich lange gegen Online-Buchungen geweigert, weil Er meinte, die alten Patienten würden damit nicht klarkommen. Die erste Patientin, die online einen Termin buchte, war 95 Jahre & sie war total begeistert. Sie hasst telefonieren.

So pauschal kann man das auch nicht sagen

Und dann hast du diese Mittdreißiger, die sich mit „und was sollen all die alten Leute nur machen" jeglichem Fortschritt verweigern.

Bester Kurs

Meiner persönlichen Empfehlung sind es eher die in den 50er und 60er die derartig Sachen nicht beherrschen. Darüber die setzten sich damit auseinander. Meine Großeltern waren zum Beispiel zum VHS Kurs Smartphone für Senioren.

Die eine so, der andere so

Meine Mom 78 läuft auch mit Smartphone zum Einkaufen, Mein Dad 82 hat schon Probleme zum bedienen des Seniorenhandys... nicht jeder alte Mensch kommt mit der "neuen" Technik klar..

Definitiv

Wo Unternehmen etwas davon haben, funktioniert es meist eh gut. Und der alten Dame wird es wenig ausmachen, dass Rewe ihre Einkäufe auswertet. Wo es noch viel besser werden kann, ist beim Umgang mit Daten in der Verwaltung. Wenn du zum Beispiel für die jährliche Aktualisierung der Kindergeld-Daten jedesmal die komplette Familiengeschichte neu eingeben musst, für jedes Kind einzeln, da liegt Optimierungspotenzial.

Hach, die Bahn

Meanwhile sehe ich gefühlt wöchentlich alte Personen verzweifelt am Fahrkartenautomaten, der kein Bargeld nimmt. Es gibt dann auch keinen in der Nähe, der das tut. Und heute morgen habe ich fast meine Bahn verpasst, weil mich ein alter Mann am Fahrkartenautomaten um hilfe bat (keine andere Person in der Nähe) und ihn ihn nicht ganz ohne Plan stehen lassen wollte. Hab dann da erstmal selbst suchen müssen, wo man in den vielen Optionen das auswählen kann was er brauchte...

Immerhin

Naja, der eine so, der andere so. Egal welches Alter. Meine Schwiegermutter kann WhatsApp bedienen und sämtliche Streaming Dienste auf dem Notebook bedienen. Mehr aber auch nicht, will sie auch nicht, weil sie Angst hat, was verkehrt zu machen. Bei meinen Schwiegervater sind wir schon froh, wenn er die neue Fernbedienung bedienen kann.

Man kann nicht alle über einen Kamm scheren

Kommt doch immer auf die Menschen persönlich an. Ich kenne Menschen die mit fast 80 noch auf einem guten Stand sind, viel am Computer machen, das Smartphone ohne Probleme bedienen können usw. Dann kenne ich aber auch 50 jährige die nicht in der Lage sind WhatsApp zu bedienen oder eine Anzeige bei Kleinanzeigen zu schalten.

Haha, fairer Punkt

So macht man das, eben altersgerecht! Wer will denn noch im Geldbeutel rumsuchen... Brille und So.

Wo ein Wille ist …

Bin überrascht wieviele Rentner teils besser mit SB Kassen und Scannern zurechtkommen, als Leute in ihren 40/50/60ern. Lesen und eigenständiges Denken fehlt dort manchmal. Man muss ihnen Schritt für Schritt erklären, was sie zu tun haben. Gibt viele Senioren, die die App haben und auch mit Handy oder Smartwatch bezahlen. Es geht mehr um die Anpassungsfähigkeit und den Willen dazu.

Stimmt

Nur weil man alt ist, muss man nicht dumm sein
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