Trinkt ihr noch Milch? | Twitterperlen des Tages vom 22.10.2026

Twitterperlen des Tages

Guten Abend, verehrte Leserschaft! Was war das denn heute bitte wieder für ein Tag? Alles begann eigentlich wie immer mit einer im Halbschlaf verschütteten Tasse Kaffee (an meine Frau: Es tut mir WIRKLICH leid um den Teppich!). Weiter ging es mit zwei schreienden Zwillingsbabys, die bei den ersten Anzeichen eines Hüngerchens ungeduldiger sind als Friedrich Merz und seine CDU beim Zusammenstreichen des Sozialstaats. Woher kommt noch mal diese Mär, dass sich Zwillinge gegenseitig beruhigen, geschweige denn sich miteinander beschäftigen? Die Berge voller dreckigem Geschirr in unserer ehemals geordneten Küche sprechen da nämlich eine komplett andere Sprache.

Als Kirsche auf der Sahnetorte des Familienwahnsinns durfte ich den großen Sohn bereits frühzeitig aus der Krippe holen, da er unbedingt im Fallen mit einem Holztisch kuscheln musste. Tja, das Leben als Elternteil ist vielleicht kein Ponyhof, wegmachen muss den ganzen Mist (und die vollen Windeln) am Ende aber trotzdem irgendjemand. Immerhin ist es dabei schön zu sehen, dass wenigstens unsere Regierung die Familien wertschätzt und versucht, diesen das Leben einfacher und günstiger zu … ach, das machen die gar nicht, eher im Gegenteil? Hmm, schade. Was mir an diesem Abend aber wirklich noch bleibt, sind die Twitterperlen des Tages, mit denen ich euch nun in den Feierabend entlasse. Viel Spaß und kommt stabil durch die Nacht!

#1: Klingt nach nicht angemeldetem Saunaclub

Kunde heute: „Ich zahle 600€ Strom im Monat“ Mein Blick: 🫪🫪🫪🫪🫪 „Entschuldigung dass ich Frage aber: bauen Sie Gras an?“ Kurz mal Professionalität verloren.

#2: Ich korrigiere: Mann regt sich auf

In Wiesbaden wird die Bushaltestelle "Künstlerviertel" umbenannt in "Künstlerinnenviertel". Man regt sich auf. Natürlich auf Facebook. Was anscheinend niemand der Aufgeregten weiß: im Künstlerviertel sind alle Straßen und Plätze nach Künstlerinnen benannt, kein einziger männlicher Künstler taucht dort auf. Weist man darauf hin, sind einige erstaunt, die meisten kriegen es schon nicht mehr mit oder antworten nicht mehr. Vielleicht weil es ihnen peinlich ist?

#3: The Show must go on

RIP an die Karaokebarmitarbeiter, die zum 20. Mal in der Woche Mr Brightside, Wonderwall oder Bohemian Rhapsody hören müssen.

#4: Keine Angst, diese Info kommt auch noch per Fax

🤷‍♂️

#5: Niemand mag diese Menschen

Jedes Mal das gleiche, wenn ich mal später auf Arbeit komme: „Na, hast verschlafen? Ich bin schon seit 6.30 Uhr hier“ NEIN SVEN ICH HABE NICHT VERSCHLAFEN, WIR HABEN GLEITZEIT. HÖR AUF DICH ÜBER DEINE SELBSTKNECHTUNG ALS WAS BESSERES ZU DEFINIEREN.

#6: Wer täuscht hier eigentlich wen?

Warum ist „Hafermilch“ Verbrauchertäuschung, aber KI-generiertes Essen auf Flyern bei Imbissbuden oder wie jetzt bei den Produktfotos auf Lieferando ist es nicht? Ich checks ehrlich nicht

#7: Immerhin begann die Antwort nicht mit Lorem Ipsum

Rückmeldung zu einer Bewerbung: "Sehr geehrter Herr S., vielen Dank für Ihre Bewerbung (...) Leider müssen wir Ihnen aber nach sorgfältiger interner Prüfung mitteilen..." Plot Twist: Ich bin FRAU S. Weiblicher Vorname, Foto im Lebenslauf, weibliche Pronomen... Aber klar: Die Prüfung war sicher besonders sorgfältig. 🤓

#8: Wo die wilden Müllbeutel wohnen

Auch beim 6. Teenager dieses Haushalts möchte ich Themennachmittage veranstalten wie: Leergut - das unterschätzte Nebeneinkommen. Der Staubsauger - auch nur ein primitives Handy. Die Arbeitsplatte ist abwischbar. Der Wäscheberg und du. Die Geschirrspüle - das unbekannte Wesen.

#9: Wir hatten Mofas, sie haben E-Scooter

Ich bin so alt, wenn ich höre, dass jemand irgendwo illegal frisiert hat, dann denke ich nicht an Haare, sondern an Mofas.

#10: Das alles!

Je älter ich werde, desto mehr erkenne ich, dass ich kein beschäftigtes Leben will, sondern ein tiefes Leben. Langsame Morgen. Konzentrierte Arbeit. Ruhige Menschen. Sinnvolle Fortschritte. Gute Bücher. Ein ruhiger Geist nachts. Nichts Schmackhaftes. Nichts Trendiges. Nur ein Leben, das sich gut anfühlt. Tiefe statt Lärm. Das reicht.
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