Schwiegertochter ruft verzweifelt an – was sie erzählt, ändert alles

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Dieser Beitrag thematisiert Beziehungsgewalt und toxische Dynamiken. Wenn euch das Thema nicht guttut, lest bitte einen anderen Beitrag.

Familie ist für viele Menschen der wichtigste Rückhalt im Leben. Man ist füreinander da, hilft sich, hört zu und versucht, auch in schwierigen Situationen zusammenzuhalten und sich zu unterstützen. Aber manchmal bringt sie uns auch in Situationen, in denen es keine einfache Entscheidung gibt. Besonders schwierig wird es, wenn Menschen, die man über alles liebt, plötzlich in einen Konflikt geraten und man selbst entscheiden muss, ob und wie man eingreift.

So ähnlich ist das Threads-Userin @bomyri passiert. Sie erhielt einen verzweifelten Anruf von ihrer Schwiegertochter, die sich ihr anvertraut und erzählt, dass ihr Sohn zu Hause öfter ausrastet, Dinge zerstört und sie Angst um sich und das gemeinsame Kind hat. Nun steht sie vor der Frage, wie man bei so einer Situation richtig reagiert. Wir haben die treffendsten Reaktionen aus ihrer Community gesammelt. Bitte tut uns einen Gefallen: Solltet ihr verbale oder psychische Gewalt im Freundes- oder Familienkreis bemerken, schaut niemals weg!

Nehmen wir an, du bist Mutter eines erwachsenen Sohnes, er ist verheiratet und hat ein dreijähriges Kind. Du liebst deine Schwiegertochter und das Enkelkind. Deine Schwiegertochter ruft dich verzweifelt an und erzählt, dass dein Sohn zu Hause wiederholt ausgerastet ist und Sachen zerstört hat. Sie fühlt sich zu Hause nicht mehr sicher Wie reagierst du?

Genau genommen gar nichts

Alles stehen und liegen lassen und zu meiner Schwiegertochter und Enkelkind fahren. Dort Sachen zusammenpacken und ab zu mir. Wenn sich beide beruhigt haben, dann in Ruhe mit allen Beteiligten Personen sprechen. Die beiden bleiben so lange bei mir, bis alles geklärt ist. Ob Trennung der beiden oder nicht, es geht mir dabei nur um mein Enkelkind. Denn das kann am Wenigsten dafür.

Ganz wichtig: Dieses Verhalten nie entschuldigen

Ich biete ihr an, mit dem Kleinen bei mir unterzukommen (sofern es meine Wohnsituation zulässt, sprich ich habe mehr als 1 Zimmer in meiner Wohnung). Alternativ rate ich ihr, bei Bekannten unterzukommen und würde mich nicht scheuen, die Polizei zu rufen. Aggressives, gewaltbereites Verhalten kann niemals durch einen Verwandtschaftsgrad entschuldigt werden. An einem Tag ist es vielleicht „nur“ ein Teller, der aus Wut auf den Boden geworfen wird, am anderen Tag endet es vielleicht im KΗ...

Ob er das so mit sich machen lässt?

Ich ziehe ihn am Ohr da raus und bringe ihn direkt zur nächsten Polizei-Wache. Dann gehe ich mit Schwiegertochter und Enkelkind auf Wohnungssuche.

Wie seht ihr das?

Die ganze Packung. Er darf wieder nach Hause, damit sie die Wohnung für sich hat. Anzeige, Polizei, Therapie. Gespräche mit Mediator (nein, nicht mit mir, ich hab in deren Beziehung selbst nichts verloren), und dann alles was danach folgt, sei es Trennung oder gemeinsames erarbeiten. Aber: Ich mache sehr deutlich, dass ich meinen Sohn so nicht erzogen habe und dass ich da keinen Spaß verstehe. Andere schreiben hier, sie würden die Frau und das Kind holen: Ne, der Aggressor geht. Nicht sie.

Guter Plan

Wenn meine Schwiegertochter so großes Vertrauen in mich hat, dass sie ausgerechnet mich anruft, dann hole ich sie selbstverständlich mit Kind zu mir. Danach rede ich mit meinem Sohn.

Berechtigte Frage

Würde Sie und das Kind in Sicherheit bringen und dann meinen Sohn fragen ob er noch alle Latten am Zaun hat

Ist wirklich die Mutter des Täters die Schuldige?

Mein erster Gedanke: Ich hole Mama und Kind sofort ab und zu mir. Zweiter Gedanke: NEIN! Der Täter geht! Dritter Gedanke: Ich hole Mama und Kind sofort ab und zu mir. Derweilen packt mein Sohn seine Sachen zusammen und sucht sich eine neue Wohnung bzw eine Lagermöglichkeit für seinen Kram. Dann kommt er zu mir und sie geht in die Wohnung. Dort habe ich zwischenzeitlich die Schlösser ausgetauscht. Und dann wird mein Sohn neu erzogen. Denn ich habe offensichtlich Fehler gemacht!

Obwohl das eigentlich selbstverständlich sein sollte

So und ich sitze jetzt hier und mir laufen die Tränen, einfach weil ich einmal bei so einem Thema in die Kommentare schaue und alle das Richtige schreiben. merci

Richtig und wichtig

Ich hole meine Schwiegertochter und mein Enkelkind ab. Taschen packen und erstmal da raus. Mit meinem Sohn hätte ich im Anschluss ein Gespräch, jedoch nicht in unserem Haus. Solange die Situation nicht geklärt wäre, hätte er auch keinen Zutritt, unabhängig davon, ob er mein Sohn ist, oder nicht.

Ist das so?

Ernsthaft? Kann gar nicht glauben das man sein eigenes Kind wegen so einer Aussage vorverurteilt. Und nein, ich hole nicht meine Schwiegertochter und mein Enkel nach Hause, sondern meinen Sohn. Und dann zuhören und begleiten. Kein Mensch ändert sich grundlos und wird aggressiv. Es muss also irgend etwas sehr im Argen sein. Titel Ausrasten und Sachen zerstören geht gar nicht ud ist nicht akzeptabel. Für sein Kind nicht der sichere Hafen sein erst recht nicht.

Eine unbequeme Wahrheit

Was ist das für eine Frage? Ich hole sie und das Kind sofort ab und fahre mit ihr auf eine Polizeiwache, um Anzeige zu erstatten. Jede Mutter, die ihren Sohn deckt, ist Mittäterin.

Wie schlimm

Selbst wenn du sie nicht liebst hilfst du ihr PUNKT! Als Frau die genau das erlebt hat und nur als Satz bekam: " Habe ich jahrelang ertragen, muss ich jetzt nicht mehr haben.", als ich weinend anrief würde ich nie anders handeln, als zu helfen.

Alle Betroffenen von (Beziehungs-)Gewalt möchten wir dazu ermutigen, sich Hilfe zu suchen und andere Menschen ins Vertrauen zu ziehen! Eine Möglichkeit ist das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das ihr unter der Nummer 116 016 oder via Online-Beratung erreicht. Euch trifft keine Schuld. Auch hier gilt: Die Scham muss die Seiten wechseln.

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