Kürzungen sind keine Reform | Twitterperlen des Tages vom 29.09.2026

Twitterperlen des Tages

Guten Abend, verehrte Leserschaft! Es fühlt sich schon irgendwie sonderbar, ja nahezu falsch, an, euch in dieser Woche an einem Dienstagabend zu begegnen. Meist darf ich euch ja an dieser Stelle zum überstandenen Montag oder gar zur überstandenen Woche gratulieren, was heute nur wenig Sinn machen würde. Und überhaupt ist an so einem Dienstag irgendwie alles anders. Klar, der Kaffee schmeckt exakt so wie an einem Montag oder Freitag auch, aber man befindet sich ja quasi bereits mitten in der Woche, es gibt also kein Vor und auch kein Zurück mehr. Körper und Geist sind verkeilt zwischen „Ach, so schlimm war es bislang gar nicht“ und „Hilfe, was da noch alles kommen kann!“ Ja, auch für mich ist das ein völlig neues Gefühl, und so brauche ich einen kurzen Moment, um damit umgehen zu können.

So, jetzt habe ich mich wieder einigermaßen gefangen, es kann weitergehen. Augen zu und durch! Zum Glück, denn ansonsten hättet ihr euch ausnahmsweise eure Perlen des Tages selbst in der unwirtlichen Welt des Internets zusammensuchen müssen, und das kann nun niemand wirklich wollen, ich schon gleich gar nicht. Habt also viel Spaß mit unseren Fundstücken und kommt stabil durch die Nacht!

#1: Intimer geht's kaum

Im Supermarkt Blickkontakt mit jemandem gehabt, der dieselbe Fertigpizza gekauft hat. Wir wissen jetzt beide zu viel übereinander.

#2: Warum ist das so?

Erwachsene sind krank: bitte ausruhen. Schulkinder sind krank: bitte nacharbeiten: 7 Seiten x rechnen, 3 Seiten Deutsch..weiss gerade nicht was ich sagen soll..

#3: Diese Stimme vergessen wir nie mehr

Die Welt war echt besser, als uns der Dentagard Biber noch höchstpersönlich Kräuter in die Zahnpasta geschallert hat

#4: Schnäppchen, weil Warenwert 152 Euro

können wir aufhören zu normalisieren dass man sich 150€ adventskalender kauft wtf

#5: Wir müssen unsere Reformen nur besser erklären

Früher bedeutete Reform, dass etwas besser wird. Heute heißt das Wort fast immer, dass jemand weniger bekommt, länger arbeiten muss oder in der Not allein gelassen wird. Da ist es nur allzu konsequent, dass "Reformen" bevorzugt von Leuten gefordert werden, die sie nie betreffen.

#6: Die Eltern werden sich dafür in Den Haag verantworten müssen

"Krieg ich bitte noch so einen Butterkeks? Die esse ich zuhause auch gern." Es war Knäckebrot mit Butter, und Chapeau für die Eltern, die ihrem Kind Knäckebrot als Butterkeks verkaufen.

#7: Lieber nicht

Man stelle sich nur mal eine Sekunde vor, eine weibliche Politikerin baue im zwei-Wochen-Rhythmus entweder unethischen oder für den Steuerzahler sauteuren Mist und hätte dann die Chuzpe, nur eine Aufgabe, aber immer noch nicht das gut bezahlte Mandat hinzuwerfen und dann noch beleidigt zu verkünden, sie wolle sich jetzt eh mehr um die Familie kümmern. Nur. Eine. Sekunde.

#8: Was passt, wird nicht passend gemacht

1 Tag Designer "großer" Größen: D 1: "Wie können wir verhindern, dass jemand unsere Kleidung kauft?" D 2: "Machen wir sie sackartig." D 1: "Nee. Würde man trotzdem kaufen." D 2: "Blöde Farben und Muster?" D 1: "Nee. Manche stehen drauf." D 2: "Nähen wir XS-Ärmel dran." D 1: "Bingo!"

#9: Den fehlenden Arm bitte notariell beglaubigen lassen

Es ist übrigens immer noch absurd, dass Menschen, denen zB ein Körperteil fehlt, alle paar Jahre nachweisen müssen, dass dieses Körperteil immer noch fehlt und nicht magisch irgendwie nachgewachsen ist, wie bei so nem Axolotl 🙄

#10: Beim "spritzwassergeschützten Silikon-Schrubberkopf" hatten sie mich

Hattet ihr euch schon mal Gedanken über eine elektrische Klobürste gemacht? 🤔
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