
Belästigung kann auf so vielen Ebenen passieren. Mal ist sie subtil, mal kommt sie laut daher. Nein, es ist nicht immer die Hand auf dem Knie. Manchmal ist es ein Typ, der erst superfreundlich ist, sich dann aber nicht abwimmeln lässt. Es gibt vermutlich keine Frau, die das noch nicht erlebt hat. Und ja, auch Männer werden regelmäßig Opfer von Belästigung.
Eine ganz besondere Qualität haben Übergriffigkeiten angenommen, seit wir alle mit Smartphones herumlaufen. Plötzlich ist es so einfach, Fotos und Videoaufnahmen zu erstellen, die mehr oder weniger offensichtlich sexualisierten Zwecken dienen. Die Hemmschwelle sinkt, die Taten nehmen zu. Und die Gesetzeslage? Eine große Lücke! Auf Anfrage des Bundesrats hatte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig im Januar angekündigt, einen Gesetzentwurf zu erarbeiten. Ziel ist es, den Schutz vor voyeuristischen Aufnahmen auszubauen. Denn um es klar zu benennen: Dies ist eine Form von Gewalt!
Wie es aussehen kann, wenn jemand in einem scheinbar unbeobachteten Augenblick unerlaubt Fotos macht und wie schnell man sich in so einer Situation wiederfindet, zeigt auch der Thread von Userin @lillyraykers. Vielen Dank für das mutige Einschreiten!
Kommentare und Reaktionen
Wenn es um Angriffe auf Frauen geht, dauert es meist nicht lang, bis die Frage auftaucht, welche Kleidung das Opfer trug, wie es sich verhielt oder ob es alkoholisiert war. Mal ganz abgesehen davon, dass der schäbige Zweck dieser Fragen ausnahmslos ist, die Verantwortung von dem Täter oder der Täterin auf das Opfer abzuwälzen, zeigt das Beispiel: Es ist egal. Die Frau, um die es hier geht, schlief. Sie trug normale Kleidung. Nichts, von dem, was sie tat, könnte in irgendeiner Art als „Provokation“ gedeutet werden. Sie bewegte sich in öffentlichem Raum und alles, was ihr Schutz oder Unterstützung gab, war die Zivilcourage von Mitreisenden.
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