Er hat einen sicheren Ort geschaffen – und ihr könnt das auch

peopleimages.com, Adobe Stock / Twitterperlen mit KI

Sexuelle Belästigung ist für viele Frauen leider Alltag. Denn körperliche Nähe, Blicke, Kommentare können zwar oft harmlos sein, manchmal aber auch nicht. Und viele Menschen merken erst dann, wie unsicher ein Raum wirklich ist, wenn sie selbst betroffen sind oder jemand neben ihnen plötzlich nicht mehr hingehen will. Clubs, Bahnen, Straßen, Fitnessstudios: All das sind Orte, die für viele Menschen Alltag sind, für andere wiederum ständige Anspannung und Angst bedeuten. Denn sexuelle Belästigung findet oft leise statt. Ein zu langes Starren, ein blöder Kommentar, der als „Kompliment“ getarnt ist, oder eben ein Verhalten, das gerade so unter der Schwelle bleibt, um jederzeit als harmlos abgestritten werden zu können. Und genau deshalb passiert Belästigung so häufig: weil viele wegsehen, weil Verantwortung diffus ist und weil sich Betroffene zu oft allein gelassen fühlen.

Sicher wird ein Ort leider nicht durch Hausregeln oder Schilder an der Wand, sondern vielmehr dann, wenn Menschen eingreifen. Wenn jemand versteht, dass Stärke nicht darin liegt, sich herauszuhalten, sondern darin, Grenzen zu schützen (auch dann, wenn man selbst gar nicht betroffen ist). Diese Geschichte erzählt auch der folgende Thread von @isa.instant.star. Aber lest selbst!

Wir hatten mal nen absoluten Star im Gym. 190cm groß, breit wie ne Bank. Muskeln über Muskeln. Wurde von allen Frauen begrüßt und angelächelt. Und wieso? Nicht, weil er so attraktiv war. Weil er aktiv jedem Typen angesprochen hat, der es sich auch nur gewagt hat, eine Frau zu lange anzustarren. Er hat diese Kerle angesprochen, hat sie weggeschickt und ziemlich schnell hat sich keiner mehr getraut sich daneben zu benehmen. Er hat einen sicheren Ort geschaffen. Sei wie er.
Sein Grund dafür war übrigens, dass seine Schwester sich nicht mehr ins Gym getraut hat, weil sie zu oft angemacht wurde. Da hat er festgestellt, dass er genug Privilegien hat, dass er es für sie wieder sicher machen konnte. Dann hat er festgestellt, dass er es für alle sicher machen konnte. Und hat das umgesetzt. Es könnte so einfach sein. 2
isa.instant.star 5 Tage · Autor Ich glaube alle gar nicht wie viele frauenfeindliche Männer und wie viele Faschos (die wieder so tun wollten als wäre das ein „Ausländer-“ und kein Männerproblem) ich hier darunter blocken musste. Herrjemine.

Nicht alle Helden tragen Cape

vannys_colorful_world 5 Tage So ein Typ hat mir das gym wieder sicher gemacht. Ich hatte immer 2 Mädels die total über mich gelästert haben (lautstark) wie ich mich als fette nur ins Fitti trauen könne usw. Irgendwann ist so ein Mann total ausgerastet, hat sie angebrüllt, dass ich mich wenigstens bemühe und nicht nur ins Fitti gehe um Selfies vorm Spiegel zu machen & anschließend dauernd Geräte besetzen ohne sie wirklich zu nutzen. Er hat sie dann beim Trainer gemeldet und sie sind suspendiert worden.

Wer sich nicht benehmen kann, fliegt

Das habe ich auch gemacht. Ich habe auch auch schon eine Gruppe junger Typen aus dem Gym geschmissen, die mehrere Frauen belästigt haben. Aus diesem Grunde gibt es bei mir auch mehrere Fitnesskurse, die ausschließlich für Frauen sind.

Traurige Welt …

Cooler Typ! Ist leider wohl auch effektiver, wenn so einer die Gaffer anspricht, als wenn es die Frauen selber machen..😕

Es könnte so schön sein

So eine Bar gab's hier in unserer Kleinstadt. Der Wirt hatte sehr gute Antennen und immer drauf geachtet, dass die Frauen in Ruhe gelassen werden. Je nach Nervgrad gab's Verwarnungen oder gleich die Rechnung für den Typen. War schön und sicher.

Amen!

lilithmulier 6 Tage Und sowas wünsche ich mir für alle Mädchen und Frauen. Egal woran hingeht, dass Frau sich über all sicher fühlen kann.

This!

Ich bin in einem Verein, und das ist auch gut so. Man kennt sich, niemand starrt irgendjemanden an, wir feiern unsere Erfolge untereinander, geben Tipps und supporten. Die Beobachtung dient dazu, die Ausführung zu sehen, nicht den Körper.

Eine Macherin

Meine Tochter arbeitet in einem Gym und sie zieht das auch voll durch - zum Glück stehen auch ihre Chefs hinter ihr. Wer nicht hört - fliegt.

Er ist übrigens Teil des Problems

Wie lange darf man den schauen? Vielleicht sollte man gleich den Kopf senken, und zu Boden starren? A bissi lächerlich, gell.😏
NEWSLETTER

Verrücktes und Unterhaltsames aus dem Alltag – jeden Abend in einer Mail!

SCHLIESSEN
Artikel Teilen