
Es gibt diesen schönen Satz: „Der Kunde ist König.“ Ursprünglich war dieser wohl mal dafür gedacht, dass man seine Mitmenschen freundlich und zuvorkommend behandelt. Irgendwann machten ein paar unverschämte Leute daraus offenbar: „Ich als Kunde darf mich benehmen, wie ich möchte, und alle anderen haben das bitte hinzunehmen.“ So traurig das auch klingt, aber gerade bei Lieferdiensten scheint in manchen Köpfen zusätzlich die Vorstellung zu herrschen, dass mit der aufgegebenen Online-Bestellung automatisch ein Komplettpaket aus Butler, Lastenträger und Entsorgungsfachkraft gebucht wurde. Frei Haus versteht sich.
Natürlich gehört das Tragen der Einkäufe zum Job, genauso wie Treppensteigen und freundlich bleiben. Dafür wird man schließlich vom Arbeitgeber bezahlt. Was allerdings nicht automatisch zum Job dazugehört, ist, sich unverschämt herumkommandieren zu lassen, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, die mit der eigentlichen Arbeit nichts zu tun haben, oder sich behandeln zu lassen, als wäre man weniger wert, nur weil man gerade ein paar Getränkekisten in den vierten Stock trägt. Und genau da liegt der Unterschied zwischen „Ich mache meinen Job“ und „Ich lasse alles mit mir machen“. Diese Erfahrung musste auch Threads-User @demfloseinewelt machen, der seine Geschichte teilte und ausschließlich zustimmende Reaktionen erntete.
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