Der Kunde ist König oder wohl eher: Der Kunde ist der Albtraum

Junge Frau blickt verwirrt und hebt fragend die Hand vor einem bunten, grafischen Hintergrund mit Symbolen zu Geld, Bank und Kundenservice.
deagreez, Adobe Stock / Twitterperlen mit KI

Wenn du denkst, da geht nicht mehr, kommt ein neuer Kunde daher. Je länger ich Zugang zu Social Media habe, desto mehr verliere ich gleichzeitig den Glauben an die Menschheit. Okay, das war jetzt vielleicht ein kleines bisschen zu dramatisch. Aber es tauchen Geschichten auf, bei denen man wirklich nur noch denkt: Das gibt’s doch nicht.

Und meistens liegt es gar nicht an großen Dingen, sondern an fehlendem Respekt, mangelndem Verständnis oder daran, dass manche Menschen einfach nicht mal um die Ecke denken. Leider kommen genau solche Geschichten oft aus dem Einzelhandel oder aus Jobs mit direktem Kundenkontakt. Das einzig Gute daran? Man spart sich die Karten für eine Comedy-Show oder eine Folge Trash-TV. Diese Portion Unterhaltung bekommt man nämlich täglich – ob man will oder nicht.

Die liebe Threads-Userin @frauquadrat hat uns an genauso einer Geschichte teilhaben lassen – Unterhaltung pur. Viel Spaß beim Lesen und eine extra Portion Mitgefühl für alle, die sowas täglich aushalten müssen!

1. Akt

Kunde kommt in die Filiale, klatscht mir mit einer grimmigen Miene einen Kontoauszug hin. K - ich möchte alles was auf dem Konto ist, mitnehmen Ich - können wir machen, ich brauch bitte einen Ausweis K - wieso brauchen Sie den? Was glauben Sie wer Sie sind?! Den habe ich in 40 Jahren noch nicht vorzeigen müssen!! Ich - Nunja, ich kenne Sie nicht und leider gibt es genug Menschen, die nicht ehrlich sind. Sehen Sie es als Ihre eigene Sicherheitsmaßnahme. 1 / 3

2. Akt

K - also wenn Sie mich nicht kennen, müssen Sie wohl mehr arbeiten. Ich - naja, ich stehe hier jeden Tag. Wenn ich Sie kennen soll, müssen Sie wohl öfter vorbei kommen. (Ich versuche ihm ruhig zu erklären, dass ja theoretisch jeder einfach einen Konzoauszug auf der Straße finden könnte) K - also ne, das brauche ich mir von Ihnen junges Fräulein nicht anhören. Ich werde Ihnen meine Ausweis nicht geben. Ich - dann bekommen Sie kein Geld K - ich gehe zu einer anderen Filiale 2 / 3

3. Akt

Ich - okay, dann wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Tag K - DEN WÜNSCHE ICH IHNEN NICHT !!! Alle anderen Kunden, drehen sich zu mir um, schauen mich irritiert an und schütteln nur den Kopf. „Kunden im Foyer: Sie sind aber ruhig geblieben“ Ich zucke nur mit den Schultern „Sie glauben garnicht was wir hier alles so erleben“ 3 / 3

Mein Enkel braucht auch noch 5.000€

2 Wochen später: K: „oh der Prinz von Zamundien will mir 50 Mio Dollar überweisen. Natürlich schicke ich ihm die Kopie vom Perso und meine Bankdaten!“

Das ist wie der Ehrenwimpel

Kunden, die glauben, sie wären VIPs, weil sie vor 40 Jahren vom Schaltermitarbeiter immer Bonbons bekommen haben und aufn Schoß genommen wurden…

Vielleicht hatte er seine Tage …

Ich arbeite seit fast 10 Jahren beim Anwalt. Zum damaligen Zeitpunkt waren es noch zwei Anwälte. Sehr älterer Herr kommt einfach ohne Termin. M "Ich muss zu meinem Anwalt!" I "Haben Sie einen Termin" M "Nein! Brauch ich nicht!" I "Wer ist denn Ihr Anwalt?" M "Das geht Sie nichts an. Das ist vertraulich" (Ich würde es eh sehen, aber egal) I "Und wem soll ich dann bitte bescheid geben?!" M "So ein Pu**ScHuPpeN! Hier funktioniert nichts! Man muss mich doch kennen!!!"

Guter Konter

Wie ich das damals in der Ausbildung gehasst habe. "Ich bin seit 40 Jahren hier Kunde!" "Und sehe ich etwa aus, als würde ich seit 40 Jahren hier stehen?" "Aber jeder kennt mich hier!" "Na offensichtlich nicht!" AAAAH

Herrlich

Ich als Studentin in Berlin im Einzelhandel gejobbt. Kundin kommt mit offensichtlich getragenem Abendkleid, schmeißt es mit den Worten:”also, DIESES Kleid da, gefällt meinem Mann überhaupt nicht. Das muss zurück” auf die Theke. Meine ältere Kollegin, ca 50, schaut sie ganz cool an und antwortet in feinstem Berlinerisch:”Det tut mir jetzte leid, wa, aber ick wusste janisch, det Ihr Mann det Teil oooch trägt.” 🤣🤣🤣🤣 wahre Geschichte von 1989.

Erspart viele Kopfschmerzen

🙄 da hat sich in den letzten 40 Jahren nix geändert ...... meine Standardsprüche waren immer entweder "kennen Sie mich? Nein? Woher sollte ich Sie dann kennen?" Oder "Lieber frage ich Sie jetzt nach dem Ausweis und Sie regen sich grundlos auf, als dass ich Ihren irgendwann erklären muss, wo Ihr Geld hin verschwunden ist. Weil, dann hätten Sie einen Grund, sich aufzuregen." Meist war dann Ruhe.

Keine Worte

Erinnert mich an meine Zeit im Einzelhandel. Montag kam Milch ins Angebot, am Freitag wurde ich angeschrien warum keine Milch mehr da wäre. Hab erst versucht ruhig zu erklären, dass wir nur bestimmte Mengen bestellen. Als er weiter schrie meinte ich dann "natürlich ich fahre jetzt extra für Sie zum nächsten Bauern und zapf den Kühen persönlich Milch ab". Fragt er mich ob ich ihn verarschen will, hab ihm dann gesagt das kann er gerne mit der Security besprechen und hab zum Abschluss gewunken

Das Wichtigste: Der Kugelschreiber

1/2 Meine Eltern sollten vor Jahren eine deftige Mieterhöhung zahlen. Allerdings wurde damals dagegen prozessiert. Also haben meine Eltern das Geld erstmal auf dem Konto gelassen und wollten den Prozess abwarten. Die örtliche Bank hat jedoch ohne Einwilligung meiner Eltern die volle Summe auf das Konto des Vermieters überwiesen (mehrere hundert DM)
2/2 meiner Mutter fiel das anhand der Kontoauszüge auf und ging wutentbrannt zur Bank. Tja, erstmal tausend Entschuldigungen und Geld zurück bekommen, zudem gab es noch einen Kugelschreiber 😂. Daraufhin mein Vater “ah, ein bisschen was als Entschädigung”. Meine Mutter “ Nee, das ist Drachenfutter”! 🤣🤣🤣🤣

Die Basics

Boomer haben sich so lange selbst eingeredet, dass der Kunde König ist und noch nicht verstanden, dass das Problem in ihrer Generation geblieben ist. Bro, wenn du mir nicht basic respect entgegenbringst und nicht mit den Rahmenbedingungen dieses Geschäfts einverstanden bist, dann geh halt. Byeeeee
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