10 Orte, die gerade besser sind als das Dachgeschoss

Top 10 Orte, die gerade besser sind als das Dachgeschoss

Die Dachgeschosswohnung als letztes großes Abenteuer von uns wohlstandsverwöhnten Städtern. So könnte man diesen urbanen Glutofen als findiger Immobilienmakler im Exposé anpreisen. Denn wenn die Temperaturen steigen und das Thermometer die 30-Grad-Marke längst geknackt hat, schlägt ihre große Stunde. Dann sind sie wieder wer! Eine Legende, ein Mythos, um den sich Sagen und Geschichten wie Efeu ranken.

Wo der Kühlschrank zum Sehnsuchtsort wird, den man nachts auch dann aufsucht, wenn einem die Hitze längst den Appetit verdorben hat. Wo auch weit nach Mitternacht Temperaturen herrschen, die jeden noch so erfahrenen Saunameister in den kühlen Schatten stellen. Für alle, die nun ebenso ins Schwitzen gekommen sind wie wir, haben wir sämtliche Immobilienportale nach Orten durchforstet, an denen man während der aktuellen Hitzewelle lieber wäre als in der Dachgeschosswohnung. Viel Spaß!

#10: Als Zuschauer bei Mario Barth

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m.mphoto, Adobe Stock

„Kennste? Pass uff, waahre Jeschichte! Meine Freundin … Momentchen, jeht noch weiter … meine Freundin … die wohnt jetz inna Dachjeschosswohnung. DACHJESCHOSSWOHNUNG, vasteeehste? Dit habick mir nich ausjedacht. DACHJESCHOSSWOHNUNG, ISSO! Und wenns da in Winter kalt is, sag ick zu der: Mäuschen, sag ick zu der, Mäuschen frierst du? Na dann jeh doch inne Ecke, da sinds … jetzt pass uff, jetzt kommts, da sind … 90 Grad! 90 GRAD, VASTEHSTE?! INNE ECKE VON DER DACHJESCHOSSWOHNUNG! Achtung pass uff, kommt noch jeiler: Meine Freundin kann ja nicht einparken, KRCHHH!“

 

#9: Im Matheunterricht an der Tafel

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Viktoriia, Adobe Stock

Zugegeben, so ganz umsonst war der Matheunterricht früher nun auch wieder nicht. Schließlich muss man als Erwachsener mit allem rechnen, gerade in Dachgeschosswohnungen zur Sommerzeit. Doch ich hatte es damals ja eher mit Pippi Langstrumpf und ihrer Plutimikation, was heute bei Donald Trump wohl als „alternatives Rechnen“ durchgehen würde. Um es abzukürzen: Zahlen waren nicht meine Stärke und das Vorrechnen an der Tafel mein absoluter Alptraum. Noch vor weißen Baumwollsocken in Sandalen!

#8: Im Gästezimmer bei den Schwiegereltern

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Wolfi30, Adobe Stock

Ja, man kann über Schwiegereltern sagen, was man möchte. Es stimmt. Sämtliche Vorurteile und Klischees sind tatsächlich wahr (zumindest die negativen). Bei dieser Art von Menschen gibt es keine Graustufen, nur Schwarz und Weiß. Nur Fluch oder Segen, nichts dazwischen. Bei welcher der beiden Sorten ihr nun im kühlen Gästezimmer im Keller liegt, wisst jedoch nur ihr.

#7: In einem Waxing-Studio, wenn „die Neue“ eingelernt wird

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Während einem in der Dachgeschosswohnung bei diesen Temperaturen die Schweißperlen über das erdbeerrote Angesicht laufen, sind es im Waxing-Studion die Tränen. Es gibt einfach kein Halten mehr, die Schleusen sind geöffnet. DIESE SCHMERZEN! Als würde einem bei lebendigen Leib die Haut von den Armen und Beinen gezogen werden. Doch keine Angst, es sind tatsächlich nur die Haare. Und dafür geben manche von uns freiwillig einen Haufen Geld aus. Tja, wer schön sein will, muss eben leiden – und den Geldbeutel ganz weit aufmachen.

#6: Im Swingerclub, wenn das Licht angeht

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Wart ihr schon mal im Swingerclub? Ist es dort wirklich so, wie wir uns das gemeinhin vorstellen? Eine dunkle Hinterhof-Atmosphäre und irgendwie alles eher, na ja, schmuddelig? Voller (älterer) Menschen, die – um in der Spur zu bleiben – zuvor nicht gerade im Waxing-Studion waren, wenn ihr versteht, was wir meinen? Genau, quasi eine äußerst haarige Angelegenheit. Alles muss, nichts kann. Und ob du wirklich richtig stehst, siehst du (erst), wenn das Licht angeht …

#5: Als Kind auf der Rückbank von streitenden Eltern

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Home-stock, Adobe Stock

Es gibt Situationen, in denen man sich von Natur aus unwohl fühlt. Beispielsweise im Kindesalter, wenn man ordentlich festgezurrt auf seiner Sitzerhöhung von der Rückbank aus einen Streit zwischen seinen beiden Elternteilen miterleben musste. Und dank funktionierender Kindersicherung konnte man nicht mal fliehen, obwohl so ein Leben auf dem Standstreifen im Vergleich zum erlebten Streit vielleicht gar nicht so schlimm gewesen wäre. Und die Belüftung wäre dank vorbei brausender Autos und LKWs mit Sicherheit besser als in der stickigen Dachgeschosswohnung, in der wir jetzt ausharren müssen.

#4: Auf dem Blockflötenkonzert der Grundschule

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 Otto Durst, Adobe Stock

Setzt euch lieber direkt den Gehörschutz auf! Ja, auch dann, wenn ihr gar keine Kinder habt. Denn so ein Blockflötenkonzert kann schließlich jeden von uns treffen. Zack, mal einen Moment nicht aufgepasst bei der Berufswahl und schon ist man Hausmeister an einer Grundschule und kommt aus der Nummer auch nicht mehr raus. In diesem Fall gilt: Der Ton macht nicht die Musik, sondern den Tinnitus. Da erscheint die zwar 50 Grad heiße, aber ruhe Dachgeschosswohnung plötzlich doch wieder als eine gar nicht so üble Option.

#3: Als Erzieher*in in der Krippe, wenn Läuse oder Magen-Darm rumgehen

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Ekaterina Pokrovsky, Adobe Stock

Na, juckt es euch auch ganz plötzlich wieder am Kopf? Oder grummelt gar schon der Bauch? Es gibt wohl nichts, was Eltern schneller den Angstschweiß auf die Stirn treibt wie der leuchtende Krankheitszettel an der Krippentür. Während bei den Wichteln die Läuse eine muntere Party feiern, geht bei den Zwergen mal wieder Magen-Darm herum. Die beste Chance, sich dabei als Elternteil weder das eine noch das andere zu holen? Tja, die gibt es nicht. Man nimmt mit, was geht. Aber seht es doch mal positiv: Immerhin ist eure Dachgeschosswohnung mittlerweile so überhitzt, dass die Läuse auf eurer Kopfhaut beim Betreten direkt verbrennen. Und auch das Glas, das euch im Moment noch halb leer erscheinen mag, kann mit so einem Magen-Darm-Virus noch sehr nützlich sein …

#2: Auf einer öffentlichen Toilette ohne Klopapier

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Es gibt Orte, über denen ein dunkler Schatten liegt. Saurons Mordor oder der Elefantenfriedhof im Klassiker „Der König der Löwen“ sind beispielsweise solche. Oder eben öffentliche Toiletten, zu denen wir auch die in Zügen der Deutschen Bahn zählen. Was stimmt mit Menschen eigentlich nicht, die diese so hinterlassen, wie sie eben zu 99 Prozent hinterlassen werden? Der Boden ist Lava, das gilt dank großzügig verteilten menschlichen Ausscheidungen nicht nur für Dachgeschosswohnungen.

Anfassen möchte man hier absolut nichts, doch warum sind sämtliche berührungslosen Sensoren – für Spülung, Seife und Wasser – eigentlich chronisch defekt? Falls dann auch kein Klopapier mehr da ist, kommt Panik auf und man sieht sein Leben bereits an sich vorbeiziehen. Denn wenn es läuft, dann läuft es einfach./

#1: Im Bällebad bei IKEA, wenn ein Kind ohne Windel rausstolpert

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Ahmad, Adobe Stock

Weil ich gerade bei dunklen Orten war: Es gibt auch welche, die eigentlich ganz okay sind. Zumindest unter der Woche und auf gar keinen Fall in den Ferien. Und wer dort allen Ernstes an einem Samstag hinfährt, ist auch einfach selbst schuld, sorry. Ja, richtig, ich spreche vom schwedischen Möbelhaus, dessen Inbusse quasi in jedem gut sortierten Haushalt eine eigene Schublade, ach was, ein eigenes Stockwerk einnehmen. Dort, wo man mehr Duftkerzen gekauft und Kinder im Småland vergessen hat als irgendwo sonst. Womit wir schon beim Thema wären, denn es gibt eine goldene Regel für den Aufenthalt in ebendiesem: Wenn es aussieht wie Pipi oder Kacki und riecht wie Pipi oder Kacki, dann ist es auch Pipi oder Kacki! Macht euch da bitte nichts vor und ertragt es einfach mit Fassung. Und ganz viel Seife und Desinfektionsmittel.

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