Zwei Eltern, null Plan: Helikoptermutter und stolz drauf

Wir, die Kinder und der Wahnsinn:

Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder … Ach, wem machen wir was vor? Deswegen schreiben Manuela und Isumi hier jede Woche abwechselnd über die heranwachsenden Herausforderungen – ihre Kinder. Begleitet uns durch ein Leben zwischen Schuhebinden, Zahnputzkampf und Doktorspielen.

Ich hasse den Ausdruck Helikoptermutter, aber mehr so aus Lautstärkegründen. Das Einzige, was meinen Alltag nämlich noch anstrengender machen würde, wäre das ständige Surren von Rotoren zusätzlich zu den acht Millionen „MAMA“, die ich am Tag zu hören kriege. Und so einen Landeplatz vorm Haus findet man vielleicht auch nicht auf Anhieb.

Ansonsten hab ich kein Problem mit dem Prinzip von Helikoptern. Ja, ich mag es, nah an meinen Kindern dran zu sein. Als ich im Alter meines Fünftklässlers war, hatten meine Eltern im Grunde keine Ahnung, wie ich den Tag verbringe. Heute bin ich selbstständig, aber auch immer ein bisschen allein auf weiter Flur.

Bei meinen Kindern soll es anders laufen. Ich weiß, was sie mögen oder nicht mögen, ich kenne ihre Lehrkräfte und hab einen Überblick, wie sie in der Schule performen. Ich bin gut informiert, welche politisch unkorrekten Bezeichnungen sie untereinander benutzen, und bringe ihnen gelegentlich neue bei. Ich höre mir ihre Musik an, auch wenn ich meine Gehörgänge mit einem glimmenden Stock veröden möchte. Ich lasse mir erzählen, wer ihre Freunde und wer ihre Feinde sind, und sie vertrauen mir genug, um mich einzuweihen, wenn sie Scheiße gebaut haben. Es soll bitte ewig so bleiben!

Ich glaube, so geht es heutzutage vielen Eltern. Wir wollen den Kleinen das geben, was wir uns vielleicht selbst ersehnt haben. Man kann sich darüber lustig machen und affiges Name-Calling betreiben, als hätten wir uns nie aus dem Kindergarten-Alter rausbewegt. Oder man kann sich gegenseitig einfach mal zunicken und feststellen, dass es ein hehres Ziel ist, etwas besser machen zu wollen. Denn auch der stolzeste Helikopter wünscht sich, nicht immer so allein durch den Himmel streifen zu müssen.

Sicher geht es den Eltern aus unseren Familien-Geschichten manchmal ganz genauso!

#1: Wie das Leben ohne 8 Stunden Bildschirmzeit aussieht

Das Grundschulkind bleibt heute zuhause. Sie ist leicht erkältet, wollte gerne zur Schule aber ein Tag Pause ist sicher gut. Jetzt hat sie bereits Gitarre geübt, ihr Zimmer aufgeräumt, gemalt, Hausaufgaben für die nächsten zwei Tage erledigt und es ist gerade mal halb 10.

#2: Das Leben ist eine einzige Enttäuschung

#Rabenelternsonntagsgedanken Mini hatte bei Paw Patrol ein Chili Wettbewerb gesehen, und wollte dann Chili kochen. Wir haben es uns etwas einfach gemacht und als Grundlage Dosenchili genommen. Doch dann der Schocker, wir werden das nicht über dem offenen Feuer zubereiten.

#3: Einer von uns

"Haben wir heute noch was vor?" - "Also halt hier aufräumen, putzen, packen, du musst noch Flöte üben, später könnt ihr einen Film schauen..." "Aber wir gehen nicht weg?" - "Nein.' "Okay, dann bleibe ich den ganzen Tag im Schlafanzug!" Der Kobold hat "Wochenende" verstanden.

#4: Die suchen doch das Haar in der Suppe

"Kinder! Pizza ist fertig!" "ABER DIE IST NOCH GEFROREN!" Das Mäkelige haben sie vom Vater

#5: Was waren wir naiv

Wisst ihr noch, als ich während der Schwangerschaft gesagt habe, mein Wohnzimmer wird niemals zum zweiten Kinderzimmer umfunktioniert und voller Spielsachen usw sein? War jelogen.

#6: Kann man diesen Service buchen?

Also hier war jemand eben untröstlich wegen eines Baguettes. Der Papa hat es gewagt sein eigenes selbst belegtes Baguette zu essen, dabei wollte das Kleinkind das doch essen, obwohl es zwei Sekunden davor gesagt hat "nein ich will das nicht essen" Niemand von uns konnte so wirklich trösten, bis auf die große Schwester. Er hat mit ihr gekuschelt, sie hat gesagt, dass sie versteht, dass er traurig und wütend ist, er hat laut geschluchzt und "ja bin ich" gerufen und dann war alles wieder fein.

#7: Das liegt am Chlorophyll

"Grüne Gummibärchen schmecken irgendwie nach Gras und Licht" Kind, 3 Jahre alt.

#8: Immer diese Verantwortung …

Im Rundfunk: Ist die Außentemperatur unter Null und der Boden gefroren, kommen Eichhörnchen nicht mehr an ihre versteckten Vorräte und brauchen unsere Hilfe. Meine Tochter stellt eine Schale mit Nüssen unter dem Tannenbaum im Garten, wo seit Jahren ein Eichhörnchen-Pärchen gesichtet wird. Hebt ihren Kopf und ruft besorgt: Leute, mal vergesst ihr, wo ihr die Nüsse versteckt habt, mal ist euch der Boden zu hart. Ihr müsst langsam auch ohne mich klarkommen, ich kann nicht immer für euch da sein!

#9: WAS KANN DER EIGENTLICH?

K1 wacht heute Nacht weinend auf. Ich Frage sie ob sie schlecht geträumt hat. "Ja, der Papa hat in der krossen Krabbe gearbeitet und die Hamburger haben richtig schlecht geschmeckt!" Ja gut. Ich muss zugeben, da kam überraschend

#10: Aber die zehn Sekunden davor waren echt schön

Heute habe ich mein Baby nach dem Trinken voller Liebe ganz doll abgeschnubbelt und danach in die Luft gehoben und gefragt: "Wer ist meine süße Maus?" Daraufhin hat sie mir mitten ins Gesicht gekotzt

#11: Wenn es wieder in der ganzen Wohnung knirscht

Wie der Vierjahrige an einem ganz normalen Dienstag aus dem Kindergarten kommt!

#12: Die Tomate hat uns überzeugt

Ich will ja nicht angeben, aber ich habe da einen Immobilienmakler an der Hand, der mir für 14€ ein Haus verkauft und baut. Während mir dieses Angebot unterbreitet wurde, wurden meine Haare gekämmt, mit Haarspangen dekoriert und mir wurde ein Topf Kaffee und eine Tomate serviert. 12/10

#13: Wo kann man dieses Feature laden?

Wir werden diesen Tag jetzt alle rot im Kalender markieren, denn das Kleinkind sagte eben zum Papa "Geh raus, ich will alleine einschlafen." Und dann ist er einfach alleine eingeschlafen. So als sei das gar nichts.

Wir sitzen alle im selben Helikopter

Wir lieben eure Eltern-Geschichten! Falls eure Kinder wieder einmal smarter als ihr waren, mitten im Supermarkt unbequeme Wahrheiten verkündet haben oder die besten Anekdoten aus der Kita mitbringen, teilt sie doch mit uns. Unser Kummerkasten [email protected] hat immer ein offenes Ohr für Anliegen zermürbter Eltern. Oder ihr schreibt uns eine DM auf Instagram, wo die wilden Kerle wohnen.

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