Wenn das Leben einen im Stich lässt

Kreative Bildcollage eines weinenden Jungen in Schwarz-Weiß-Optik mit pinkem T-Shirt vor blau-lila Hintergrund. Umrahmt von traurigen Emojis und Symbolen, die Einsamkeit und Verletzlichkeit darstellen.
Anastassiya, Adobe Stock / Twitterperlen mit KI

Wahrscheinlich kommt man nicht durch dieses Leben ohne eine gewisse Menge Schmerz, Verrat und Verletzungen zu erfahren. Alle, die etwas anderes sagen, haben entweder riesengroßes Glück – oder sind innerlich vielleicht bereits so abgestumpft, dass ihnen nichts mehr wehtun kann. Der Rest jedoch, der das Herz nicht in einem Käfig aus Eis trägt, muss sich hin und wieder durch das düstere Tal schleppen, in dem Einsamkeit, Schmerz und die Frage nach dem Warum herrschen.

Auch wenn diese Erfahrungen vielleicht zu einem gelebten Leben gehören – wünschen tut man sie niemandem. Vor allem nicht Kindern oder Heranwachsenden, die doch eigentlich der Gerechtigkeit halber unter besonderem Schutz stehen sollten. Und doch wissen wir alle, dass es leider nicht gerecht zugeht auf dieser Welt. Und ob die Zeit, die angeblich alle Wunden heilt, auch bei Verletzungen der Seele zuständig ist, ist leider auch noch nicht ganz geklärt. Zumindest bleibt die Antwort offen, wenn man sich den Thread von User @martash_287 so durchliest. Liebe geht raus an alle, die sich verraten fühlen!

Man möchte das Kind von damals in den Arm nehmen und ihm ein Eis kaufen

Was war euer Verratmoment des Lebens? Ich fang an: Ich habe nach der Trennung meiner Eltern mit 7 Jahren auf meinen Dad vor der Haustür über 8 Stunden gewartet weil er mich zum was zusammen unternehmen abholen wollte, er meldete sich eine Woche später mit der selben Strategie und dann wartete ich 5 weitere Stunden auf ihn bis er unser Treffen abgesagt hat.

Danke für gar nichts

Unser wohlhabender Vater hat uns nach der Scheidung nie Unterhalt gezahlt. Während des Studiums ging ich arbeiten, auch immer noch als ich eine Krebsdiagnose erhielt. Mit nur Krankengeld konnte ich als Werkstudent keine Wohnung behalten. Als ich mal auf einer Messe für seine Firma paar Tage gejobbt habe für etwas Taschengeld und 2h später kam weil ich Chemotherapie hatte, hat er mir von 100€ Tagessatz gleich 50€ abgezogen und mich nicht mit zum Abendessen im Restaurant mitgenommen. Zum heulen

Gleich zwei, die niemand braucht!

Meine damals beste Freundin, die mit meinem Mann in die Kiste gesprungen ist, weil unsere Freundschaft für sie eh schon beendet war

Was zur Hölle?

Hatte früher mies Probleme im Elternhaus (primär mit Stiefvater). Mein damals bester Freund und seine Eltern waren für mich da, haben mich zu Hause kurzfristig aufgenommen und und und. Eines Tages nach meiner Schicht, telefoniere ich mit meinem Kumpel und seinen Eltern. Habe denen wie immer mein ganzes Herz ausgeschüttet. Am Ende kam raus, sie zeichneten mein Telefonat auf, und zeigten es danach meinem Stiefvater. Um es zu klären. Danach waren sie auf seiner Seite.

Wer solche Partner hat, braucht keine Feinde

Nach 30 Jahren Beziehung und Ehe mit der Liebe meines Lebens, meinem besten Freund, meinem Seelenpartner bekam ich eine Woche vor Weihnachten einen merkwürdigen Anruf einer fremden Person. Als ich ihn abend damit konfrontiert habe, war seine Antwort:" Da kann ich ja ansichtssache mehr leugnen- ja, ich habe seit zwei Jahren eine Affäre. Das ist 13 Jahre her- diesen Moment werde ich nie vergessen. Bin seither Single

Wie ein Tritt ins Herz

Haben drei Kinder, zu dem Zeitpunkt 3 Jahre,2 Jahre und 3 Monaten alt. Er bringt Post mit nach Hause... gelber Umschlag von einem Jobcenter aus einer Stadt das mit dem Auto 3!!! Stunden von uns entfernt ist...ich öffne ihn und da steht einfach "Frau XY erwartet am x.x.x ihr Kind und benennt sie als den Vater". jedes Mal 6 Stunden alleine fürs Auto fahren zu der gebraucht. Er war selbständig aber immer "sooo beschäftigt" Wahnsinn .... Einfach 2 Jahre Affäre gehabt und

Herzlichen Glückwunsch!

Bei mir war es eine zu dem Zeitpunkt wirklich gute Freundin, die mich kurz vor unserer gemeinsamen Reise nach Australien wegen ihres Neuen versetzt hatte. Ich war für sie immer da, wenn sie betrunken war hab ich auf sie aufgepasst und mich immer hinten angestellt. Aber es gab ein Happy End für mich: das war der Beginn meiner Solo-Reise-Ara und es hätte nicht besser laufen können

Wie kann man so sein?

Nachdem meine Eltern sich trennten, wohnte ich bei meiner Mama mIch hatte aber noch einen Schlüssel für das Elternhaus, damit ich Oma besuchen konnte. Als ich vom Regen völlig durchgeweicht bei meinem Vater klingelte, wimmelte er mich ab, weil sie (er & seine neue) Mittagschlaf machen wollten. Nichtmal ein Handtuch bekam ich. Könnte noch einige solcher Geschichten erzählen.

Hä?

Nach einem 2. Bewerbergespräch indem mir die Stelle zugesagt wurde und ich den Vertrag gesehen habe, bat ich um eine Nacht zum drüber schlafen... Am nächsten Morgen wurde mir per Mail mitgeteilt, dass sie alles zurückziehen und mir alles gute für die Zukunft wünschen. Seitdem glaube ich ganz schlecht einem Arbeitgeber und hab allgemein Vertrauensprobleme bekommen

Grausam hoch Tausend

Ich weiß nicht ob es DER Moment war, es gab einige aber dieser war schon hart: ich hab bei meinem Vater gelebt, ich meine ich war 17. wir haben uns nicht gut verstanden. Es war Dezember, ich kam von dem Wochenende bei meinem damaligen Freund zurück. Das ganze Haus leer, alle Möbel, Küche, alles weg bis auf mein Zimmer. Heizung abgestellt (es war arsch kalt). Hab dann erfahren das meine Eltern das Haus verkauft hatten und er ausgezogen war. Musste mir dann sehr schnell was eigenes suchen und
Hab dann noch wenige Wochen in diesem Zimmer gelebt. In diesem Haus, hatte mal meine gesamte Familie gelebt, übrig geblieben bin ich, alleine… es war schlimm, daran jeden Tag erinnert zu werden.

Brennt doppelt

Eine Arbeitskollegin hat alle anderen gegen mich aufgehetzt. Hab dann direkt am nächsten Tag gekündigt. Ein paar Tage später kam ich zur Arbeit, Chefs waren ausm Urlaub zurück. Ich wurde direkt freigestellt. Eine Woche später war das Abschlussgespräch. Es hat niemand nach meiner Version gefragt. Stattdessen meinte der Chef, der im ganzen vorangegangenen Jahr genau einen Satz mit mir geredet hat "du warst schon immer komisch"...

Wie man Traumata züchtet

Vielleicht gar nicht so "schlimm" im Vergleich zu anderen Stories, aber das hat mich lange beschäftigt...hab als Kind ne junge Katze vom Bauernhof angeschleppt (Bauer war froh) und meine Eltern heulend bekniet, sie behalten zu dürfen...mein erstes Haustier... ok, hatte Erfolg...paar Monate später war sie weg (Freigängerin), ich untröstlich, immer gefragt, mir sehr lange Gedanken gemacht, viel geweint...Eltern so: "Ja, manchmal rennen Katzen leider weg." Erst JAHRE später haben sie mir gesteckt,
dass sie die Katze ins Tierheim gegeben haben, weil sie krank und trächtig war (unkastriert, davon hatte ich ja nun gar keine Ahnung) und sie mit der Situation überfordert waren... oha, DAS hab ich rückwirkend sehr übel genommen und mich heftig verraten gefühlt, hat lange gedauert. Auch als Kind stellt man sich Fragen und hasst Ungewissheit.
NEWSLETTER

Alle Beiträge des Tages – jeden Abend zusammengefasst in einer Mail!

SCHLIESSEN
Artikel Teilen