
Schule ist schon ein faszinierender Ort. Nirgendwo sonst verbringt man jahrelang seine Zeit damit, Dinge zu lernen, von denen einem hoch und heilig versichert wird, dass man sie „später im Leben sicher noch oft brauchen wird“. Und dann steht man irgendwann mit 30 mitten im Leben und muss seine Steuererklärung machen und stellt fest: Die binomischen Formeln helfen hierbei leider auch nicht weiter. Aber dafür kennt man nach zwölf Jahren Bildung immerhin den Unterschied zwischen einer Parabel und einer Hyperbel. Doch nicht nur das. Auch wie man Ikea-Regale aufbaut, ohne dabei völlig die Nerven zu verlieren, bringt einem in der Schule niemand bei. Viel wichtiger ist es nämlich zu wissen, was die Aufgaben der Mitochondrien sind. Und wer braucht schon eine funktionierende Heizung, wenn man sich mit deutscher Literatur warme Gedanken machen kann?
In der Schule lernt man Dinge wie ein Gedicht zu interpretieren, obwohl der Autor vermutlich einfach nur die Taten seiner toxischen Ex auf Papier verewigen wollte. Oder im Sportunterricht einen Handstand zu machen, den man mindestens 10 Sekunden halten muss. Die Lektionen fürs Leben bleiben manchmal aber etwas auf der Strecke. Na ja, irgendwo haben die Lerneinheiten ja auch ihre Daseinsberechtigung … Doch sie sind noch lange nicht so lehrreich wie die folgenden Geschichten aus der Schule. Viel Spaß!
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