Warum mein Kind nicht bildschirmfrei aufwächst

KI / Twitterperlen Illustrations

Wenn ich so auf meine Kindheit zurückschaue, bin ich schon ziemlich froh, dass Social Media bei uns noch keine so große Rolle gespielt hat. Klar, wurde immer, wenn Mutti nicht zu Hause war oder abends noch ein bisschen Zeit war, mit viereckigen Augen vor dem Fernseher gesessen und geglotzt. Aber ich meine eher all den unnötigen Schmarrn wie TikTok, YouTube und Co.

All diese Geschichten fanden bei mir noch im Kinderzimmer statt – zwischen Barbies, Puppen und all dem, was sonst so in meiner Fantasie gelebt hat. Und heute? Heute fällt mir manchmal die Kinnlade bis zum Boden, wenn ein Zweijähriger gefühlt ein besseres iPhone hat als ich oder mir eine Vierjährige erklärt, wie ich meine Fotos zu machen habe. Natürlich ein bisschen übertrieben … Aber geht das heutzutage überhaupt noch, Kinder komplett bildschirmfrei zu erziehen? Und ist es wirklich etwas Verwerfliches, wenn man es nicht tut? Genau darum geht es auch in diesem Beitrag. Viel Spaß!

Anonym

Kind, 2,5, der Tag beginnt, er darf morgens die Helfer Autos schauen, legt sich aufs Sofa und trinkt brav seine morgendliche Milch. Mama kann während dessen Duschen, fertig machen und evtl. eine Maschine starten.

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Anonym

Danach geht’s entweder raus ne Runde spazieren (bei gutem Wetter), entweder kommt der KiWa mit oder der Roller, oder wir fahren irgendwo hin, machen einen kleinen Spazierausflug, mal einen anderen Spielplatz sehen, oder einfach in dm, Besuchen alle paar Wochen evtl jemanden.

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Anonym

Nachmittags kommen wir wieder heim und ganz ehrlich ich bin meistens total fertig dann. Jetzt möchte ich gerne was zu Essen machen oder mich einfach mal hinlegen. Mein Sohn darf also, wenn er nicht gerade selbst ein Spiel gefunden hat, auf jedenfall wieder was schauen, denn ich brauche jetzt etwas Ruhe, will mich mit meinem Tee hinsetzen und etwas lesen. Danach hilft er mir noch etwas im Haushalt zu machen.

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Anonym

Es ist nun abend und wir gehen schlafen, er darf mit mir zusammen im Bett eine Folge anschauen und danach mache ich aus und singe ihm ein Lied vor.

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Anonym

Ja, ich bin ehrlich, das ist für mich momentan die einzig erträgliche Art, den Tag herumzubringen ohne den Verstand zu verlieren, da er momentan weder Mittagsschlaf halten möchte noch sonst irgendwie mal ruhig ist ohne alle 5 Minuten irgendeinen quatsch zu machen.

Nachtrag: bin nicht alleinerziehend- aber mein Mann ist erst um 18 Uhr daheimGroßeltern sind beide noch voll Arbeitend.

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Gedanken, Gefühle, Kommentare:

Das klingt ja erst mal nachvollziehbar. Aber ist das wirklich eine dauerhafte Lösung oder wären andere Optionen vielleicht doch besser? Das denkt die Community dazu:

Wäre das eine Überlegung wert?

PrizeAd8257

Es gibt aber halt noch ganz schön viel Raum zwischen bildschirmfrei und offensichtlich jeden Tag 3x Fernsehen, gerade mit 2.5 Jahren ist das, wenn es die Regel und nicht die Ausnahme ist einfach extrem viel.

Auf der anderen Seite ist es einfach enorm viel jeden Tag den ganzen Tag quasi allein aufs Kind aufzupassen. Was spricht – gerade in dem Alter – denn gegen eine Betreuung durch Kita o.ä.?

Gut sind die mit Sicherheit nicht

Safe_Fan_1055

Hätte ich noch mal die Chance von vorne anzufangen als Papa würde ich alle Bildschirme aus der Erziehung entfernen. Mein Sohn jetzt 9 ist süchtig danach.

Die Medien heute sind nicht vergleichbar mit dem TV den wir früher hatten, also so empfinde ich das.

Geht Erziehung ganz bildschirmfrei?

JeiFaeKlubs

Also, ich verurteile das nicht, vor allem wenn das Kind sonst nicht auffällig wird, mit dem Aufhören zurecht kommt, etc. Aber bei uns übernimmt die Toniebox genau die Aufgaben, und gibt mir auch Zeit zwischendurch, mal nen Kaffee zu trinken, nur mit weniger Suchtfaktor für’s Kind.

Sind trotzdem nicht komplett bildschirmfrei, bei uns gibt’s das Sandmännchen und manchmal am wochenende 20min irgendwas zusammen.

Wenn es so einfach wäre

necolo

Wenn du merkst, dass du als Mama mehr Zeit für dich und deine Aufgaben brauchst, dann könntest du überlegen, ob dein Kind nicht doch zumindest am Vormittag gut in der Krippe aufgehoben wäre. Die Krippe wird deinem Kind a) einen großen Sprung im Sozialverhalten verschaffen und b) euer Beziehung eine neue Qualität geben, weil du dich nach vier (+/-) Stunden am morgen wieder auf dein Kind freuen kannst.

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necolo

Krippenplätze sind in vielen Regionen auch längst nicht mehr so rar, wie noch vor fünf Jahren, weil wegen des Rechtsanspruchs an vielen Orten viel mehr Krippenplätze geschaffen wurden, als es nun Geburten gibt.

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