Warum der Familienurlaub manchmal zum Heulen ist

Kyryl Gorlov, Adobe Stock / Twitterperlen Illustrations

Es könnte alles so schön sein: Sommer, Sonne, Freizeit und den ganzen Tag lachen. Werbung und Social Media haben unsere Erwartungen an Familienurlaube in merkwürdige Sphären entrückt. Die Wahrheit ist nämlich oft ganz anders. Und vor allem deutlich lauter und chaotischer. Dabei ist man als Eltern sowieso permanent am Organisieren. Man sucht öffentliche Toiletten, Parkplätze, Bäckereien und Orte, an denen man den Aufenthalt nicht mit spontanem Organhandel finanzieren muss. Sind alle eingecremt? Wo ist der Rucksack?

Und essen! Meine Güte, wie oft am Tag muss ein Kind denn essen? Und dabei haben wir noch gar nicht angefangen, die einzelnen Wünsche zu berücksichtigen. Warum will ein Kind ständig ans Wasser, das nächste schlafen und irgendwer schreit nach einem Handy? Warum genau sind wir noch mal weggefahren, wenn man den ganzen Zirkus genauso gut daheim mit Spülmaschine, Waschmaschine und dem eigenen Bett haben könnte? Kein Wunder, dass Eltern im Urlaub oft vollkommen überwältigt sind. Dieses Gefühl kennt auch Threads-Userin @kinderkompetenzen. Ein Thread für alle Eltern: Ihr seid nicht allein!

Ich stand heute im Meer und habe geweint, damit niemand meine Tränen sieht. Urlaub mit vier Kindern. Ein Kleinkind, dessen Laune ständig kippt. Ein Kind, das immer etwas möchte. Und eine Vorpubertierende, die sagt, sie möchte nächstes Mal nicht mehr mitkommen. Ich weiß, das gehört zum Großwerden. Trotzdem tut es unfassbar weh. Mit meinem Mann ist es oft nur ein kurzes Abklatschen zwischen allem. Ich hatte wieder diese romantische Vorstellung von Familienurlaub.
Und ja, es gibt wunderschöne Momente. Aber eben auch diese. Falls du gerade denkst, nur bei euch sei Urlaub so anstrengend: Nein. Bei uns auch.

JETZT GENIESST DOCH EINFACH MAL, HERRGOTT

Vergiss es! Waden mit 2 Teenies und einem Kleinkind in Mallorca. Ja, es war zu heiss. Das Essen war nicht gut, gab immer das selbe. Das Meer zu salzig.... Und ich liebe Urlaube am Meer so sehr aber das verhagelt schon gekonnt die Stimmung e nächstes mal geh ich dann allein...

Tausche Abenteuer gegen Seelenfrieden

Ich weiß nicht wie gut ihr den Urlaubsort kennt, aber bei uns wurden die Urlaube besser, als wir zu Wiederholungstätern wurden. Dann weiß jeder schon daheim, was er am Urlaubsort machen kann/möchte und uns hat das wahnsinnig geholfen. Wir fahren mittlerweile nur noch mit einem Kind (13) und haben dieses Jahr wieder gemerkt, dass wir uns beim 1. Mal an einem Ort nicht so entspannen können, freuen uns aber schon auf die Wiederholung nächsten Sommer

Verstehen kann man es ja

Meine Eltern haben uns vier Kids im Sommer zwei Wochen ins Ferienlager und zwei Wochen zu Oma und Opa geschickt. Natürlich weiß ich, dass es finanziell nicht anders möglich war, allerdings glaube ich rückwirkend, dass diese vier Wochen vor allem für Mama die besten des Jahres waren...

Zusammen ist man genauso allein

Es ist tatsächlich überall so... sind seit etwas über einer Woche mit unseren Kindern (2&5) auf einem Familiencampingplatz und wirklich ALLE Familien um uns rum mit Kindern in dem Alter machen dasselbe durch, völlig ungeachtet der Nationalität, Ethnie oder dem Bildungsgrad ® Irgendwie beruhigend aber auch traurig zugleich...

Da sagt er was

Urlaub ist ein Konzept für Kinderlose. Ansonsten ist es nur eine Ortsveränderung.

Geld löst natürlich ein paar Probleme

Bei uns ist Familienurlaub tatsächlich ziemlich anders. Wir planen die Ferien gemeinsam mit den Kindern (9&11), und jeder darf mitentscheiden, was wir machen. Dieses Jahr wollten die beiden z.B. in Portugal Surfen lernen, also haben wir ihnen eine Woche Surfschule spendiert. Wenn die Interessen auseinandergehen, teilen meine Frau und ich uns eben auf: die Grosse wollte reiten, die Kleine lieber Gokart fahren, also haben wir einen Nachmittag mal getrennt verbracht.
Vielleicht klingt das banal, aber wir haben beide nur fünf bzw. sechs Wochen Urlaub im Jahr. Wenn wir Sommerferien gemeinsam mit den Kindern haben, möchte ich die Zeit nicht mit Streit und Stress verbringen. Für mich gehört deshalb dazu, dass wir unsere Kinder ernst nehmen und ihnen auch Raum für ihre eigenen Interessen geben. Und tatsächlich: Wir waren dieses Jahr drei Wochen in Andorra und Portugal und ich habe die Zeit mit meiner Frau und unseren beiden Töchtern einfach nur genossen.

*schickt eine Umarmung*

Ich habe heute auch wegen einer Tochter am Strand geweint.... Danke für den Post

Frustrierend, aber wahr

Urlaub kann so anstrengend sein. Wenn ich eins gelernt habe, nach 3 Kindern (11 18 und 23) Ihr wollt ans Handy? Macht.. Ihr wollt lieber in der FeWo/Hotel/Zelt bleiben? Könnt ihr.. So ist es echt für alle entspannter.

Tief durchatmen

Wenn es irgendwie tröstet, Urlaub mit 3 Jungs im Alter von 8, 10 und 13. Heute bei Regen einen Ausflug in ein teures Museum für Kinder!! Reise durch den Körper gemacht. Super spannend. 10 und 13 nur gelangweilt und als wir raus waren die erste Frage nach Handyzeit wenn wir auf der Anlage sind. Mann und ich ultra genervt.

Ein Kind weniger

Singlemom mit zwei Teenies, nach einer mehtjährigen Beziehung (die sich mehr als 3. Kind angefühlt hat nach einer Zeit) fühl ich mich grad zwischen all den vermeintlich happy families wieder wie eine Versagerin. aber naja, vielleicht ist es eigentlich so einfacher

Ihr seid nicht allein

Danke, danke, danke. Das musste ich jetzt lesen. Jetzt geht es mir besser.
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