
Es ist so schlimm, Erwachsenengeld zu haben. Denn das bedeutet, dass ich an Tagen, an denen ich zu faul zum Kochen bin, auf der kleinen, orangenen App unterwegs bin, mir ein Restaurant meiner Wahl aussuche und einfach Essen bestelle. Was natürlich jedes Mal teurer ist, als zum Supermarkt um die Ecke zu steppen, ein paar Zutaten zu kaufen und einfach selbst zu kochen. Genau dieser schlechten Eigenschaft verdanke ich zum Beispiel eine seit 2021 abgelaufene Packung Erbsen, die noch immer im meinem Tiefkühlfach darauf wartet, endlich verbraucht zu werden. Na ja, seitdem ich auf Lieferando auch Sushi bestellen kann, ohne mich aus dem Haus bewegen zu müssen, ist es sowieso völlig um mich geschehen.
Und jede Bestellung rechtfertige ich damit, dass ich mir nicht nur das Einkaufen und An-der-Kasse-Warten, sondern auch das Kochen selbst und den Abwasch gespart habe. Auch der Verlobte freut sich, wenn der Lieferdienst klingelt: Denn zum einen weiß er dann, dass er heute garantiert nichts essen muss, was ich mal wieder versehentlich versalzen oder verpfeffert habe. Zum anderen gibt’s anschließend keine Diskussion darüber, dass irgendjemand (ich sage nicht wer!) mal wieder sein Geschirr in die Spüle gestellt hat, statt es einfach direkt in die Maschine zu räumen. Tja, wie sollte es anders sein – auch heute habe ich wieder Sushi bestellt und in meiner Tüte befanden sich die wunderbarsten Geschichten aus der Küche. Viel Spaß!
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