
Der Sommer hat sich in letzter Zeit wirklich von seiner besten Seite gezeigt. Hier pure Hitze, dort Sand, der so heiß ist, dass man sich beim Darüberlaufen fühlt wie ein Grillhähnchen, und überall komplett überfüllte Badeseen. Und nein, nicht überfüllt mit irgendwelchen Welsen, die man zum Schießen gern hat – sondern mit echten Menschen.
Familien, die mit vollbeladenen Bollerwagen anrollen, Opis, die mit dem Rollator halb im Sand steckenbleiben, und Pärchen, deren Geturtel bei manchen schon akuten Würgereiz auslöst. Und wir wären nicht deutsch, wenn wir nicht unsere ganz eigene Art hätten, mit Temperaturen über 25 Grad umzugehen und plötzlich ganz speziellen Sommer-Hobbys nachzugehen. Welche das sind? Das lest ihr hier: die Top 10 Dinge, die Deutsche lieben, sobald es draußen heiß wird
#10: Zum nächsten Biergarten radeln
Rucksäcke an den Lenker und Gepäckträger geschnallt, Helme auf und Reflektoren angebracht und los geht die große Radlerei zum nächsten Biergarten. Natürlich mitten auf der Straße und selbstverständlich mit E-Motor. Wir fahren schließlich schneller, als die Polizei erlaubt.
#9: Sich zwei Eiswürfel in den Instant-Krümel-Eistee werfen und fühlen wie ein Barmixer in der Karibik
#8: Endlich die Socken aus den Birkenstocks weglassen
Es schmerzt, aber irgendwann ist es so weit: Die Socken werden aus den Sandalen und Birkenstocks verbannt. Und was bleibt übrig? Die schönsten Zehen des Globus. Leicht behaart, der zweite Zeh länger als der Große und dazu eine feine Note Käsearoma. Sommer kann einfach so schön sein.
#7: Nachmessen, wie weit der Sonnenschirm des Nachbargrundstücks über den Grenzzaun hängen
Was wäre das Leben eigentlich ohne Konflikte und Korinthenkackerei? Langweilig und nicht lebenswert. Mein Grundstück, meine Regeln – und da hat die Spitze des Sonnenschirms vom Nachbarn nichts verloren. Eine letzte Verwarnung, beim nächsten Zentimeter Grenzüberschreitung geht der Notruf raus.
#6: Sich mit der Großfamilie, Onkeln vierter Generation ins Schwimmbad setzen und die Tupperware auspacken
Wer hat heutzutage schon den Luxus eines eigenen Pools? Eben, die wenigsten. Also wird alles eingepackt, was laufen kann: Großeltern, Großtanten, Onkel, Cousinen – und natürlich der Bollerwagen randvoll mit Kindern und geschnittenem Obst. Selbstverständlich alles fein säuberlich in Tupperdosen verstaut. Und als großes Highlight dürfen sich am Ende dann alle gemeinsam eine einzige Schwimmbadpommes teilen.
#5: Sich darüber freuen, dass die Wäsche in unter einer Stunde trocknet
Das Gefühl zu sparen löst bei Deutschen eine Euphorie aus, die vermutlich nicht mal der eigene Hochzeitstag toppen kann. Und der Wäsche dabei zuzusehen, wie sie innerhalb von zehn Minuten staubtrocken wird? Das ist nicht einfach Sommer – das ist pures Glück
#4: Die Reisverschlüsse der Funktionskleidung öffnen oder abtrennen
Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung. Und was lässt sich deshalb das ganze Jahr über wunderbar tragen und flexibel ans Wetter anpassen? Natürlich das Herzstück der Deutschen: die Funktionskleidung. Die Hose wird mit einem Reißverschluss zur kurzen Hose, der Regenhut wird zum Sonnenhut und die 37 Lüftungsschlitze dienen im Sommer als eingebauter Ventilator.
#3: Eine Kugel Eis in einem Bissen vernichten
#2: Die Kinder so dick mit Sonnencreme eincremen, dass sie wie Schneemänner aussehen
Drei gehäufte Esslöffel und alle 20 Minuten neu einmassieren … das ist das deutsche Grundrezept, wenn es um Sonnencreme geht. Irgendwoher muss die schimmernde Ölschicht auf dem Schwimmbecken schließlich kommen.
#1: Auf der Terrasse stehen, die Hände in die Hüften stemmen und sagen: Die Natur braucht wieder Regen!
Was wird beim Smalltalk immer als Erstes angesprochen? Natürlich das Wetter. Und wenn man nicht mindestens dreimal am Tag hört, dass „die Natur den Regen mal wieder dringend gebrauchen könnte“, dann ist es noch kein Sommer in Deutschland
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