
Meine extrem junge, extrem schöne und demnächst extrem durch eine mysteriöse, aber offenkundig von einem Genie ausgeführte Attacke optisch verunzierte Kollegin schrieb eingangs der Woche eine ekelerregend verliebte Einleitung. Sie berichtete, wie ihr Freund auf ihren Wunsch nachts mit ihr durch die Gassen zog, um fremde Katzen zu streicheln. OHNE ZU MURREN! Das muss sie sein, die junge Liebe, nach der sich alle sehnen. Sie stellt keine dummen Fragen, sie regt sich nicht über fehlende Tupperdeckel und verwelkte Topfpflanzen auf und sie urteilt nicht – nicht mal, wenn jemand Salamischeiben in eine Tüte steckt und damit wedelt wie Donald Duck mit einem Bündel Geldscheine.
Ich dagegen verbringe meine Abende damit, meinem Sauerteig gut zuzureden und meinen Chatverlauf mit der KI zu löschen, damit im Falle meines plötzlichen Ablebens niemand falsch von mir denkt. Auch Instagram hat inzwischen Mitleid mit mir und sendet mir zunehmend aufdringlich einschlägige Reels. Darunter eine junge Frau, die genug von Tinder und Co. hat, und nun versucht, durch günstig positionierte Stolperchen in love zu fallen. Ob das was für mich wäre? Bei meinem Glück würde ich vermutlich versehentlich von einem Liegeradfahrer überrollt werden, so einem mit einem kleinen Spiegel an der Brille und dem Hang, über seine nicht existente Schweißproduktion zu philosophieren.
Keine Ahnung, wie ihr das seht, aber wenn ihr mich fragt, lasse ich das mit dem Dating. Stattdessen packe ich meinen Sauerteig ein und gehe mit ihm ein paar Katzen streicheln. Ach, und falls alle Stricke reißen, bleiben mir am Ende ja immer noch die folgenden Anekdoten aus dem Beziehungsleben!
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