
Guten Abend, hochverehrtes Perlenpublikum! Nach der WM mit 48 Mannschaften ist vor der WM mit 64 Mannschaften. Oder auch: Der Ball ist rund, und am Ende gewinnt immer der, der Gianni Infantino am meisten zahlt. Und in Zeiten, in denen nach einem Anruf des besten und gut gutaussehendsten US-Präsidenten aller Zeiten beim ehrlichsten und integersten FIFA-Präsidenten aller Zeiten die Rotsperre eines US-Spielers zufällig zur Bewährung ausgesetzt wird, bekommt auch das Zitat „Den hab ich doch nur ganz leicht retuschiert“ von Olaf Thon eine ganz neue Bedeutung. Come on, FIFA – mit Photoshop und digitalen Spezialeffekten ist da bei der nächsten WM doch noch viel mehr möglich!
Und auch in Sachen Vermarktung sehe ich noch deutliches Potenzial nach oben, schließlich besteht der menschliche Körper zu 50 bis 70 Prozent aus blauem Zuckersirup Wasser – warum sollte also ein Fußballspiel nicht ebenfalls zu mindestens 50 Prozent aus Trinkpausen bestehen? Aber leider leider geht es der FIFA ja nicht ums Geld, sondern um den Sport. Schade eigentlich, Chance vertan. Was bleibt nun also von dieser Giga-WM hängen? Sicherlich – neben dem traditionell schwachen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft – der sportlich starke Auftritt von kleineren Fußballnationen wie Kap Verde und die Leistungen der Superstars um Messi, Haaland und Torschützenkönig Mbappé. Was hingegen hoffentlich nicht hängenbleiben wird, ist mein schier desaströses Versagen beim WM-Tippspiel unseres Büros. Schande über mein Haupt, zur Strafe werde ich mir die gestrige Halbzeitshow in Dauerschleife anschauen müssen, bis Leroy Sané ein Dribbling gewinnt. Apropos Gewinnen: Mit unseren Twitterperlen des Tages seid ihr alle Gewinner. Viel Vergnügen und kommt stabil durch die Nacht!
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