Ich habe schlechte Noten, deshalb werde ich nicht erfolgreich?

Ausdrucksstarke Collage zum Thema Notendruck und Schulstress: Auf der linken Seite fasst sich ein gestresst und überfordert blickender Junge in Schwarz-Weiß verzweifelt an den Kopf. Er trägt ein leuchtend lilafarbenes Hemd. Rechts daneben steht ein fröhlich lächelndes Mädchen mit Zöpfen in Schwarz-Weiß, das triumphierend eine Klassenarbeit mit der roten Bestnote „A+“ in die Kamera hält. Sie trägt eine knallblaue Bluse. Das Pop-Art-Motiv vor einem blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisiert prägnant den krassen Kontrast zwischen schulischem Erfolgserlebnis und dem enormen Leistungsdruck, dem viele Kinder durch das Notensystem ausgesetzt sind.
Pixel-Shot, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Ich glaube, es gibt in der Schulzeit drei Arten von Kindern: Kind A, der Überflieger, der kaum lernen muss und trotzdem starke Noten holt. Kind B, das Mittelfeld, das sich nicht verausgabt, aber meist solide durchkommt. Und Kind C, dem man ständig Faulheit und mangelndes Interesse unterstellt und das dafür regelmäßig die 4 oder 5 auf den Tisch legt. Die Konsequenzen? Hausarrest, stundenlanges Lernen, Handyverbot. Bringt’s was? Nicht wirklich. Denn mal ehrlich: Wenn einen etwas zu Tode langweilt, geht es einfach nicht in den Kopf. Am Ende gibt es zu Hause nur Stress, sobald das Thema Schule auftaucht.

Und dann, 20 Jahre später: Kind C ist glücklich, hat einen guten Job und vielleicht sogar eine tolle Familie. Wer hätte das gedacht? Aber warum eigentlich nicht? Seit wann entscheiden Noten darüber, ob jemand schlau, erfolgreich oder zufrieden wird? Genau darum geht es in der Geschichte der Threads-Userin @unzumutterbar – sie zeigt, wen Noten wirklich jucken (außer keinen). Die Antworten darauf sind so ehrlich, stark und motivierend. Viel Spaß beim Lesen!

Möchte hier mal allen jungen Menschen etwas Mut machen, wenn sie sich denken "meine schulischen Leistungen sind zu schlecht für irgendwas später..." - Abitur: 3,4 - Ausbildung: 1,2 - Bachelor: 1,7 (mit einem Kind) - Master: voraussichtlich irgendwas mit 2, (mit zwei Kindern) Du hast dein Leben nicht verbaut, weil die Noten gerade die nicht besten sind.

Macher!

Respekt dafür, vorallem mit Kind! 👏🏼 Ich möchte mich gerne anschließen. Mein Lehrer sagte meiner Mutter, dass ich nach der 9. Klasse den Beruf meines Vaters auf der Baustelle erlernen soll. Abitur: 3,3 Ausbildung: 3,0 Bachelor mit Vollzeitjob: 1,6 Master mit Vollzeitjob: voraussichtlich 1,x Eure Noten sagen nichts darüber aus, wie klug ihr seid. Manchmal reicht es, nur eine richtige Person zu treffen, die an euch glaubt und euch Mut macht. Ihr solltet nur etwas Fleiß mitbringen.

Wichtig zu erwähnen!

Und andersrum genauso, leider Abitur 1,6 Staatsexamen 1,6 Derzeit arbeitslos und zuvor nur knapp überm Mindestlohn verdient mit mieser Work-Life Balance und jetzt insgesamt eher schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt weil a) Ausbildung zu speziell und b) kleine Kinder mit hohem Betreuungsbedarf 🥲

Warum auch höher springen?

Realschule 3 Ausbildung 3 Fachabi 3 Dipl Ing 3 2. Staatsexamen Lehramt 3 Man könnte sagen, ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss. Nach den Noten fragt kein Mensch mehr nach.

Nichts ist in Stein gemeißelt

Und es ist auch kein Problem sich später nochmal anders zu entscheiden. Ich habe nach dem Abitur eine Ausbildung gemacht. Und mit 34 nochmal ein Bachelorstudium gestartet.

Stark durchgezogen

In der Grundschule eine Klasse wiederholt. Rechen, Schreiben und lesen lernen war so schwer für mich. Dann immer Noten so 3-4, auch an der Realschule. Irgendwie doch den erweiterten Realschulabschluss. 2,0 oder so. Dann Abi am berufsbildenden Gym. 11 Klasse war so schwer. Ich habe stark überlegt eine Ausbildung zu machen. Ich wurde dort nicht angenommen, da Leistungen in Mathe zu schlecht. Also Abi gemacht: 2,7. Im zweiten Losverfahren Studienplatz bekommen. Bachelor 2,3, Master 1,5 (oder so).

So nachvollziehbar!

Ich bewundere Leute die das so nebenbei quasi machen. Ich habe aufgrund von viel Unterstützung in der Grundschule und dann kaum Unterstützung in der Oberschule nie gelernt much alleine hinzusetzen und zu lernen. In den beiden Ausbildungen zum Glück dann auch nicht notwendig gewesen. Studium wäre mein entgegner mit Hausarbeit usw. Purer Horror

Es ist nie zu spät, um etwas Neues zu lernen

Die ganze Kindheit und Jugend gepredigt bekommen, dass Schule/Noten/Abi das wichtigste im Leben sind. Freizeitaktivitäten und Freunde? Verboten. Ferien? Lernen. Ich: Trotzig, 0 Bock. Nie gelernt, angefangen zu Schwänzen, Mobbing weil ich nie irgendwo dabei sein durfte. Schulangst -> Schulabbruch Nach Auszug und Therapiebeginn hab ich also nochmal alles von 0 angefangen. Selbst WENN die Schullaufbahn ne Vollkatastrophe war, es gibt auch danach noch Möglichkeiten alles nachzuholen :)
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