Endlich fettbärtig | Unterhaltsame Geschichten aus dem Familienleben

Eine genervte Mutter sitzt mit ihrem Sohn auf dem Sofa.
DimaBerlin, Adobe Stock / Twitterperlen mit KI

Meine Söhne können jetzt etwas Neues. Spoiler: Englischvokabeln sind es schon mal nicht und auch die korrekte Bedienung der Lichtschalter stellt eine kognitive Herausforderung ungeahnten Ausmaßes dar. Dafür können sie jetzt mit den Fingern und der beneidenswerten Flexibilität ihrer Kindergehirne unfassbare Zahlen im Binärsystem darstellen. Der kleine Finger steht für Eins, der Ringfinger für Zwei, der Mittelfinger für Vier, der Zeigefinger für Acht und so weiter und so fort. Findige Menschen können auf diese Art mit ihren Händen unfassbare Zahlenmengen abbilden, während das ungeübte Gegenüber denkt, es wird nonverbal beschimpft. Ich dagegen stehe jedes Mal da wie ein Schwein, das man gebeten hat, einen Gelenkbus rückwärts einzuparken.

Klar, es war schon das Ziel, dass die Kinder das Beste aus sich machen und es mal weiterbringen als unsere fehlerbehaftete Generation, die es ja nicht einmal hinkriegt, ohne Support Animal einen Zahnarzttermin zu arrangieren. Aber niemand hat gesagt, dass dieser Prozess so schmerzhaft sein würde. Dabei ist doch alles, was man will, ihnen beim Schlafen zuzusehen oder im Sonnenschein die Schaukel anzuschubsen, bis sie vor Vergnügen quietschen. Das – und natürlich einmal in der Woche die besten Geschichten aus dem Familienleben Revue passieren zu lassen!

#1: Die Mutter aller Fragen

Warum bekommen Eltern, die gerne schlafen eigentlich Kinder, die sich denken "5.25 Uhr?! Ich bin bereit für diesen Tag und damit bist auch du jetzt bereit für diesen Tag lets gooooo"?

#2: Wär das auch geklärt

Ich habe meine Mutter gefragt: „Bin ich adoptiert?" Sie sagte: „Red keinen Unsinn. Wenn das so wäre, hätten wir dich doch nicht genommen!"

#3: Wenigstens ehrlich

Das Kind soll sich im Bad bettfein machen. Es dauert schon über 40 Minuten. "Was machst den denn so lange im Bad?" "Trödeln!!!! Was frag ich auch so blöd

#4: Sofort Lust auf etwas Süßes

Vorhin beim Spielen (Einkaufsladen): Sohn guckt plötzlich traurig. Ich: "Was ist los?" Sohn: "Wir haben noch nie diese Bonbons mitgenommen." Ich: "Wie meinst du? Vom Einkaufen?" Sohn: "Ja. Sonst nehmen alle die mit, aber du sagst immer nein." Ich: ??? Sohn: "Na, die Kassenbonbons." Das süßeste Missverständnis EVER. Im wahrsten Sinne des Wortes.

#5: Hätte Gott das anders gewollt, hätte sie Babys spülmaschinenfest gemacht

Ist mir gerade ein halbes Frischkäse-Brötchen auf den Kopf meines schlafenden Kindes gefallen? Ja. Ist es davon aufgewacht? Nein. Habe ich den Frischkäse vorsichtig vom Kopf geleckt damit es nicht aufwacht? Möglicherweise.

#6: Nachäffstimme: Erst musst du was Richtiges essen!

Wir kneten zusammen, die Kinder wollen mir etwas "zu essen" machen. Der Vierjährige: „Mama, was magst du denn essen?" Ich: „Wenn du so fragst - ich hätte gern ein Eis!" Er: „Nein. Eis ist Nachtisch. Erst musst du was Richtiges essen!" Schachmatt.

#7: Technik, die begeistert

TB in unseren Dänemark Urlaub. Segeln, Legoland, Zoo, zig Aktivitäten, jeden Tag beschäftigt bis Nachts. Frage den damals 4 jährigen, was er am tollsten fand: Die Steckdosen. Die waren so fröhlich.

#8: Und geht das?

Eventuell hab ich grad menen Mann gefragt, ob er unser Kind bitte fettbärtig machen könnte...

#9: Nur nicht das Falsche werfen

In dem Schwimmbad, in dem wir letztens waren, gibt es gratis Wasserbälle, mit denen alle spielen dürfen. Baby hat es abgefeiert und so hatte ich das Baby in einem Arm und den Ball im anderen. Während ich das Baby so vor mir her trage, gebe ich ihm immer wieder ein Küsschen auf den Hinterkopf und einmal habe ich das Baby mit dem Ball verwechselt und dem Ball ein Küsschen gegeben. Genau in dem Moment guckt er Freund zu mir, stirbt vor Lachen und bringt mir jetzt regelmäßig Bälle zum Küssen

#10: *setzt Pokerface auf*

Wenn Kinder nach Hause kommen und fragen, ob man bitte, bitte Essen bestellen kann. Und man dann möglichst neutral „OK" sagen muss, als würde man ihnen einen Gefallen tun, obwohl man vor Freude springen und tanzen möchte. Eltern kennen das.

#11: Ah, DIE Mutter!

Ich habe heute Morgen nicht bemerkt, dass sich am Klettverschluss des Schneeanzugs meines Sohnes eine Unterhose von mir "verfangen" hatte und diese fragwürdige Textilkombination so in der Kita an die Garderobe gehängt. Wurde dann netterweise drauf hingewiesen. Und wie war euer Montag so?

#12: Ist das niedlich!

Die Kleinste hat heute beschlossen, bei der Größten zu übernachten. Und was macht sie? Holt die Lieblingskuscheltiere der Kleinen, schüttelt das Bett auf und liest ihr Geschichten vor, bis sie eingeschlafen ist. Große Geschwister sind schon toll.

#13: Wenn der Akku seit Jahren nur noch 5 Prozent hat …

Meine kinderlose Cousine und Patentante der Kinder ist über das Wochenende zu Besuch und es ist absolut faszinierend, was für eine Engelsgeduld jemand hat, der nicht täglich die immergleichen Diskussionen führt.

#14: Wir alle, Kind, wir alle!

Mein Kind eben so: „Mama... weißt du, was ich jetzt brauche?" Ich innerlich schon: Okay, jetzt kommt safe Schoki. Oder Chips. Oder beides. Er schaut mich todernst an und sagt: „Ich brauche den Sommer. Die helle Sonne. Grünes Gras. Mit meinen Füßen im Sand sein. Vögel zwitschern hören. Wärme. Wasser. Sonne im Gesicht. Und tolle Musik." Ja, ich auch, mein Schatz. Ich auch.
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