Ein Schutzengel ohne Flügel

Emotionale Collage zum Thema Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe im Alltag: Im Zentrum stehen zwei Personen in Schwarz-Weiß an der geöffneten Tür eines weißen Autos. Auf der linken Seite lächelt ein älterer Herr dankbar und sichtlich erleichtert. Er trägt ein leuchtend petrolfarbenes Hemd, das farblich stark hervortritt. Auf der rechten Seite steht eine jüngere Frau, die ein hellblau meliertes Oberteil trägt. Sie lacht fröhlich und hält behutsam und stützend die Hand des älteren Mannes. Das Pop-Art-Motiv vor einem markanten blau-violetten Wellen-Hintergrund visualisiert pointiert die Themen Zivilcourage, generationsübergreifende Unterstützung und das berührende Gefühl, wenn Wildfremde in einer Stresssituation plötzlich zu echten Schutzengeln werden.
Viglietti/peopleimages.com, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Ist es euch schon mal passiert, dass euch völlig unerwartet jemand Fremdes aus der Patsche geholfen hat? Es können ganz kleine Gesten sein. Wie zum Beispiel, wenn jemand einem mit einem netten Lächeln eine Packung Papiertaschentücher entgegenhält, weil man sich gerade in der Bahn beim ruckeligen Anfahren den halben Kaffee über Hand und Jacke gekippt hat.

Oder aber man steht irgendwo verwirrt rum, der Handyakku ist leer und man hat so überhaupt keine Ahnung, wie man den Ort findet, zu dem man eigentlich unterwegs ist. Dann kommt jemand Nettes um die Ecke und erklärt ganz freundlich, wo es lang geht. Zack, Tag gerettet. Oder wie es mir so oft geht, wenn meine Augen im Supermarkt mal wieder größer als die Arme waren. Wenn jemand Hilfe anbietet, während ich überlege, wie ich taktisch klug auflade, um das Ding der Unmöglichkeit schaffe und alle Taschen gleichzeitig transportiere … puh!

Ähnliches – allerdings mit etwas höherem Zeitaufwand – ist Threads-Userin @tina774486 passiert, die einen älteren, nervösen Mann beobachtet, ihn anspricht und ihm kurzerhand bei der Suche nach seinem Auto weiterhilft. Ihr wollt wissen, wie die Geschichte ausgeht und was ihre Community dazu denkt? Dann lest weiter.

Manchmal glaube ich, es gibt einfach keine Zufälle... Heute bin ich früher von der Arbeit los wegen eines Arzttermins und bin einen anderen Weg gegangen als sonst. Irgendwie hatte ich so ein Gefühl, genau da lang zu gehen. Auf einmal sehe ich einen älteren Herrn - völlig aufgelöst, hochroter Kopf. Ich hab ihn angesprochen, ob alles okay ist. Er meinte: „Nein... ich finde mein Auto nicht. Ich suche schon über eine halbe Stunde..." Wir haben dann zusammen in Ruhe gesucht - aber es leider

nicht gefunden. Er war total durch den Wind. Also habe ich mein Auto geholt und ihn nach Hause gefahren. Seine Frau war auch schon ganz verzweifelt. Ich hab dann gesagt: „So kommen Sie ja heute gar nicht mehr hin... wissen Sie was? Ich wohne zwei Minuten entfernt. Ich hole Sie um 18 Uhr ab und dann schauen wir nochmal in Ruhe." Und dann sagt er zu mir: „Sie sind ja ein Engel... dass Sie genau jetzt da waren... das gibt es doch gar nicht. Sowas erlebt man doch sonst nie." Das hat mich echt berührt

Ich glaube, ich habe heute zwei Menschen richtig glücklich gemacht. Und irgendwie zeigt mir das wieder: Manchmal reicht es, kurz stehen zu bleiben und hinzuschauen. Alt werden ist wirklich nicht einfach... aber vielleicht können wir es uns gegenseitig ein bisschen leichter machen

Jeden Umweg wert

Helfen ist nie verkehrt! Letzten Sommer bin zu DHL gegangen. Auf dem Weg stand eine ältere Frau mit Rollator an einer Tür, sah hilflos aus. Spreche selter Leute an, weil ich alternativ aussehe und (ältere) Menschen denken könnten, ich bin "böse". Aber in dem Fall habe ich gefragt und sie mich gleichzeitig ob ich helfen kann. Sie hat die Haustüre nicht aufbekommen. Die war auch scheiße schwer und die Verkleidung aus Metall, somit scheiße heiß durch die Sonne. Hab die Tür aufgeschlossen 1/2
Ihre Tasche vor die Wohnungstür gestellt (war einkaufen) und gewartet bis sie eine Etage oben war. Habe mir die Zeit genommen, denn ich weiß, so kam sie sicher in die Wohnung. Wenn ich in der Position bin zu helfen, mache ich das gerne und selbstverständlich. Denn wenn ich Mal Hilfe benötige, freue ich mich auch drüber. Man bricht sich keinen Zacken aus der Krone wenn man hilfsbereit ist. 2/2

Glaubt ihr das auch?

Nein es gibt kein Zufall,jedes Ereignis hat eine Bedeutung

A good deed a day keeps the doctor away

Danke, dass du nicht weg geschaut hast. Könnte den eigenen Eltern oder einem auch selbst passieren und dann ist man froh, Hilfe zu bekommen. Ich war mal zur Mittagspause mit Hund unterwegs und wurde über die Straßenseite angesprochen von einer Frau, die dort in der Nähe wohnt und eine ältere Dame daneben. Es stellt sich heraus, dass diese Dame irgendwo zu Besuch war, spazieren gegangen ist und nicht mehr wusste woher und wo lang sie gelaufen ist. Sie hatte auch keinerlei Hinweise einstecken.

Guter Einwand

Ich weiß nicht, ob dieser ältere Herr noch am Straßenverkehr teilnehmen sollte.
Ihren Namen wusste sie, aber keinen Wohnort/Straße mehr. Ich habe dann die Polizei angerufen und darum gebeten, dass die sich kümmern. Bis die Polizei dann schlussendlich da war, hat gedauert. Wir haben die Dame noch das Stück mit zu uns in den Garten genommen, was zu trinken gegeben und sich setzen lassen. Hatte Angst, dass sie mir noch umkippen. Die Polizei hat sie dann mitgenommen und gesucht, wo sie hingehört. Was rausbekommen ist, leider keine Ahnung.

Gute Idee

Du gute Seele könnte man einen AirTag o.ä. in Betracht ziehen, wenn nicht dann wenn du mit dem Sohn Falls die Leute technik-affin sind, kommunizierst. Ich glaube zwar nicht, dass er noch Auto fahren sollte, aber seine Frau vielleicht. Und es kann ja sein, dass der Mann das heute einsieht, aber morgen nicht. Das kann natürlich nur die Familie entscheiden, nur so als Idee

Das stimmt leider

Ich finde es toll von dir, dass du ihm geholfen hast. Das ist leider heutzutage nicht selbstverständlich.

Achje, der Arme

Oh Mann - nein ein Zufall war das nicht, das ist dann eher Fügung. Ich kann Dir nur empfehlen, den Radius auszuweiten oder die Polizei einzuschalten. Bei uns ist es schon mal vorgekommen, dass ein älterer Herr seine Frau zum Arzt gefahren hat und dann in den nächsten Ort gefahren ist, das Auto dort geparkt hat und mit der Bahn zu seiner Frau gefahren ist. Das Auto wurde nur zufällig oder vielleicht auch durch Fügung gefunden.

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Voll schön, dass du das gemacht hast.
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