Dieser Rant über Elterntaxis trifft den Nagel auf den Kopf

st.kolesnikov, Adobe Stock / Twitterperlen Illustrations

Warum fahren Eltern ihre Kinder in die Schule? Nun, es kann dafür gute Gründe geben. Einer ist der Zustand der öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland, insbesondere in ländlichen Gegenden. Aber das ist natürlich nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Manchmal tragen Kinder viel Zeug herum und als Eltern möchte man sichergehen, dass das aus Pappmaché zusammengeklebte Planetenmodell sicher im Klassenraum ankommt. Ab und an regnet es auch und wenn Erwachsene mit dem Auto ins Büro fahren, warum sollten Kinder dann nicht dasselbe Recht haben?

Apropos, da gibt es noch die Eltern, die ihre Kinder auf dem Weg zum Arbeitsplatz mitnehmen und noch zehn Minuten mit ihnen verbringen, bevor man sie unterwegs an der Schule rauswirft. Und ja, manchmal – so ehrlich müssen wir sein – ist es einfach nur Bequemlichkeit.

Dabei wissen wir alle, dass Elterntaxis die vielleicht schlechteste Lösung sind. Wir bewegen uns ohnehin zu wenig und verbringen zu viel Zeit im Sitzen, das gilt längst auch für unsere Kinder. Zudem machen mehr Autos die Verkehrssituation vor der Schule für alle wesentlich gefährlicher. Vom Umweltfaktor müssen wir vermutlich gar nicht erst reden.

Der folgende Reddit-Rant mag also an der ein oder anderen Stelle ein bisschen zu emotional wirken, doch man muss sagen: Der User hat einen Punkt. Genau das ist der Grund, weshalb wir ihn heute mit euch teilen möchten.

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Mein Arbeitsplatz liegt an einer großen Schule. Spätestens ab ca. 7.30 Uhr ist die Straße verstopft, weil anscheinend ein Großteil der Kinder von einem Elternteil zur Schule gefahren werden muss (Füße kaputt?).1/8

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Ich kann auf die Straße gucken. In den allermeisten Fällen sitzen in den Familienkutschen exakt eine Mutter und ein Kind. Kennzeichen der Autos zu 90% innerstädtisch (kreisfreie Stadt, also kein Umland).2/8

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Es kotzt mich einfach nur noch an. Man kann als Nicht-Elternteil die Straße weder eigentlich nicht mehr vernünftig nutzen. Außerdem sind die fahrenden Eltern auch total aggressiv. Ständig wird (welch eine Ironie: gegen andere Elterntaxis) gehupt und gepöbelt.3/8

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Auf Schülerinnen und Schüler, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen, nehmen die Helikopter-Dullis natürlich auch kaum Rücksicht. Die Schulbusse stehen dank der Egoisten-Eltern natürlich auch in der verstopften Straße im Stau.4/8

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Btw sind in der Nähe auch mehrere Parkplätze, an denen die Muddis ihre Prachtkinder aussteigen lassen könnten, aber nein: Man muss zum Aussteigen auf der Straße halten, damit das Kind nicht drei Schritte zu viel gehen muss.5/8

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Die Schule ist eine weiterführende Schule – die Kinder sind also wohl mindestens 10 Jahre alt. Ja, ich gestehe, ich hasse Elterntaxis und habe kein Verständnis für diese Menschen6/8

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Ich bin kein „früher war alles besser“-Mensch, aber es geht mir nicht in den Kopf, warum man sich nicht wenigstens in Fahrgemeinschaften organisieren kann, wenn man meint, dass Kind fahren zu müssen.7/8

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Btw sind Busverkehr und Fahrradwege hier echt gut.

Edit (weil einige hier irgendwas lesen, was ich nicht geschrieben habe): nutze selbst NICHT das Auto.8/8

Kommentare und Reaktionen:

Es ist mittlerweile ein kompletter Irrsinn geworden, was da jeden Morgen vor unseren Schulen aufgefahren wird, oder? Die Reddit-Community hat zum großen Teil leider recht ähnliche Erfahrungen und Beobachtungen gemacht und teilt diese nun mit uns allen. Ach, und wer erklärt den Eltern im letzten Kommentar jetzt noch die Funktionsweise eines Zebrastreifens?

Kann man sich wirklich nicht ausdenken

Lis4247

Das witzige ist ja, dass einige Eltern das Fahren der Kinder damit begründen, dass so viel Verkehr bei der Schule ist und der ist dort, weil alle Eltern die Kinder zur Schule fahren.

Exakt das!

schroedingersgender

Vor allem macht dieses Verhalten den Schulweg für die Kinder eher gefährlicher, statt sicherer.

Komisch, dass keiner mehr mit dem Fahrrad kommt …

Chelly_p
Bei uns haben sie zwischen zwei Schulen in der Straße, den schönen Radweg zu Parkplätzen für die Eltern umfunktioniert. Jetzt wird’s für die, die mit Fahrrad kommen viel gefährlicher, da die Straße auch eng ist und da doch keiner 1,5 m Abstand beim überholen einhält. Und dann stellen sie es als „tollen Verkehrsversuch“ dar.

Früher war so manches dann doch besser

Putrid-Raisin-5476

Gott sei Dank haben meine Eltern das nie gemacht. Wann hätte ich sonst Hausaufgaben machen sollen, wenn nicht im Bus

Geht’s eigentlich noch?

Pitiful_Painter_5611

Und dann stehe ich mit meinen Kindern an dem Zebrastreifen direkt vor der Schule (Nebenstraße wie bei dir verstopft mit elterntaxis) und 2 Autos brausen einfach über den Zebrastreifen. Die eine Mutti guckt noch in unsere Richtung und fährt los. Dem dritten Auto bin ich davor gesprungen.

Und die Krönung kommt, wenn dann noch ein Schulbus da durch fahren muss.

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