Die Schüleraushilfe, die Beerdigung und der Urlaub

DimaBerlin, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Hach, die liebe Lohnarbeit. Wir alle müssen ihr nachgehen, um unseren Lebensunterhalt zu finanzieren. Doch während die einen im Job ihre Erfüllung suchen, ist er für andere schlicht Mittel zum Zweck. Klar ist jedoch: Arbeit sollte niemals die höchste Priorität im Leben einnehmen. Spätestens wenn die eigene Gesundheit oder familiäre Schicksalsschläge ins Spiel kommen, rückt das Business völlig zu Recht in den Hintergrund. Kritisch wird es allerdings, wenn diese Prioritäten auf Unverständnis stoßen.

Genau das hat der Threads-User @einsamermensch_ erlebt: Eine neue Schüleraushilfe fragte direkt zu Beginn ihres Praktikums, wegen des Todes ihrer Oma, nach Urlaub. Während er absolutes Verständnis zeigte und sofort seinen Segen gab, sah ein Kollege das Ganze deutlich verbissener. Was meint ihr dazu? Wir haben die besten Reaktionen aus der Community für euch gesammelt.

So fing alles an

Wie haben seit letzte Woche eine neue Aushilfe, die Schülerin ist. Sie brauch in 2 Wochen frei, weil ihre Oma verstorben ist. Ich sags heute meinem Kollegen, dass es auch kein Problem ist. Er so: - „Na das fängt ja gut an. 3 Wochen dabei und schon eine Woche frei haben wollen." - „Junge, denkst du ihre Oma hat sich gedacht „Ach meine Enkelin hat einen Aushilfsjob, jetzt kann ich gehen", oder was?! Da ist die Arbeit doch zweitrangig!" - „Ja stimmt schon, finds aber trotzdem komisch.“
Manchmal würd ich ihm echt gerne eine Schelle geben, damit mal die Emphatie ankommt! Heute wollte er zwei Stunden früher gehen, wegen Fastnacht, ist auch kein Problem. Manchmal kommen halt Dinge dazwischen & wir einigen uns dann unter uns, sodass die Schichten trotzdem besetzt sind. Außerdem ist sie eh in Einarbeitung, wodurch es überhaupt gar kein Problem ist.

Beste Lehrerin

Manchmal würd ich ihm echt gerne eine Schelle geben, damit mal die Emphatie ankommt! Heute wollte er zwei Stunden früher gehen, wegen Fastnacht, ist auch kein Problem. Manchmal kommen halt Dinge dazwischen & wir einigen uns dann unter uns, sodass die Schichten trotzdem besetzt sind. Außerdem ist sie eh in Einarbeitung, wodurch es überhaupt gar kein Problem ist.

Stimmt

Digga es geht um eine Aushilfe! tut so als ob die Person eine Wichtige Rolle hat oder er jetzt ihre Arbeit machen muss

Kann auch nur von einem Mann kommen

Freundin von mir. Nach x Versuchen mit IV und circa 5 Jahren endlich schwanger. Kind im ersten Trimester verloren. Klar krankgeschrieben. Ihr Chef ruft den Mann nach 3 Tagen an,"Wann kommt Deine Frau wieder zur Arbeit? So lange kann man doch nicht krank sein. Ist halt passiert. Macht halt nochmal". Wenn ich könnte wie ich dem Moment gewollt hätte wäre ich im Knast.

So geht's auch

Ich hatte mal einen Job angefangen. Innerhalb von 4 Monaten sind 3 Familienmitglieder verstorben. Und der hat immernoch nicht doof geguckt, sondern es war überhaupt kein Problem, dass ich die Tage frei nehme, sondern selbstverständlich. Und dann liest man so einen Scheiß

Bester Chef

Als mein Papa starb, hab ich meine 2 sonderurlaubstage genommen (Samstag gestorben, Montag für Organisation, später für beerdigung).. Mein Chef ist aktiv auf mich zu, ob ich ne Woche brauche, oder 2. Das gibt's auch

Manchen Menschen ist echt nichts unangenehm

Ohne Beleg kein Frei. War mal so dumm und hab jemandem 2 Wochen Sonderurlaub gegeben weil angeblich der Opa gestorben ist. Turns out - er stirbt jedes Jahr.

Was stimmt mit ihr nicht?

Die Familie meines Mannes wohnt in einem anderen Bundesland. Für die Anreise benötigen wir jedesmal beinahe den ganzen Tag (Firmenwagen ist ein e-Fahrzeug). Als uns der Schwiegerpapa vorletztes Jahr im Herbst verlassen hat, hat es in der Firma geheißen "nur bei Ehepartnern, eigenen Kindern und eigenen Eltern bekommt man eine Dienstfreistellung" und wurde am Telefon zusammen geschrien von einer "Kollegin", die nicht einmal mir gegenüber vorgesetzt war. Klar lasse ich meinen Mann in so einem 1/2

Zu Recht

2/2 psychischen Ausnahmezustand diesen weiten Weg alleine fahren.

Wertschätzung bedeutet so viel

Ich hab letztes Jahr im Juni meine neue Stelle angetreten, im September ist mein Onkel (zweiter Mann meiner Tante, nicht verheiratet) verstorben, Beerdigung im Oktober. Ich brauchte gar nicht zu fragen, ob ich zur Beerdigung frei bekomme, das hat mein Chef aktiv sofort von sich aus angeboten. Termine mit meiner Mutter, die ich nicht in die Ferien legen kann? Auch kein Problem. Zwei der Gründe, warum ich so gerne dort arbeite. Man wird als Mensch gesehen und wertgeschätzt

Weiß man ja auch drei Wochen vorher … nicht!

Geht noch empathieloser: meine Mutter verstarb im Ausland(!). Gott sei Dank war ich schon dort und sie starb in meinen Armen. Mann & Kids sollten dann zwecks Beerdigung kommen. Mein Mann ging in in die Grundschule(!) von K2, um der Lehrerin Bescheid zu sagen, dass K2 wegen Reise, Beerdigung u. Rückreise den Rest der Woche nicht in der Schule sein wird. Antwort der Lehrerin:das muss man 3 Wochen vorher schriftlich genehmigen.Info:üblich ist (wg.hoher Tenperaturen)direkt am nächsten Tag zu beerdigen

Genau deswegen

War bei mir ähnlich war 4/5 Wochen in meinem 3 Monatigen Praktikum als meine Oma verstorben ist, bin dann drei Tage erstmal zuhause geblieben um selber damit klarzukommen und meiner Mutter beizustehen. Danach musste ich nochmal zwei Tage freinehmen wegen den Vorbereitungen und der Beerdigung. Glücklicherweise hatte damit niemand ein Problem, selbst wenn es „nur" die Oma ist, war sie trotzdem Teil meines ganzen Lebens. Absolut verständlich da Frei zu nehmen.

Kannste dir nicht ausdenken

Klingt als wäre er neidisch.. Auf ihre tote Oma. Kannste dir echt nicht ausdenken sowas
SCHLIESSEN
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