Das Trauma vom Valentinstag in der Schule

Pixel-Shot, Adobe Stock / Twitterperlen Illustration

Erinnert ihr euch noch an euren Schulcrush von damals? Was wäre die Schulzeit bitte ohne ihn gewesen? Dieses Kichern mit der besten Freundin – hihi, haha – nur weil er an einem vorbeigelaufen ist. Das leicht stalkerhafte Verfolgen auf dem Schulhof, nur damit man ihm „ganz zufällig“ über den Weg läuft und vielleicht einen Blick einhaschen konnte. Oder die kleinen Notizen, die man ihm heimlich vor der Stunde auf den Tisch gelegt hat.

Was für eine Achterbahn das war. Es ging sogar so weit, dass man sich freiwillig auf die Schule gefreut hat. Kaum zu glauben, oder? Und worauf man sich fast noch mehr gefreut hat: den Valentinstag. Bekommt man eine Rose oder bekommt man keine? Damals war das Herzklopfen pur. Heute hat das Ganze eher Bachelorette-Vibes gemischt mit einer Prise Mobbing-Potenzial. Denn nach der Geschichte der lieben Threads-Userin @ariana_66_66 könnte man diesen Valentinstag an Schulen durchaus mal kritisch hinterfragen. Aber lest selbst und teilt uns gerne eure Meinung mit – viel Spaß!

Der besagte Valentinstag

Bei uns in der Schule konnte man für 50 Cent anonym Rosen kaufen, im Sekretariat abgeben mit Name und Klasse – und am Valentinstag ist dann ein Lehrer durch die Klassen gegangen und hat sie verteilt. Alle haben zugeschaut, wer wie viele bekommt. Manche fünf Stück. Manche keine einzige. Und ganz ehrlich? Das war weniger süß als einfach nur unangenehm – und für manche echt ein kleiner Trauma-Moment. 1 / 3

Autsch

Ich erinnere mich jetzt noch wie ich nach der Rosenaktion in der 6. Klasse zuhause nochmal überlegt hab, wer alles eine bekommen hab und mir plötzlich klar wurde, dass ich als einziges Mädchen keine bekommen hab.

Besser wäre es

Fördert Mobbing. Nicht cool. Gar nicht cool. Dachte echt sowas gibts nur in den USA. Bei mir in der Schule war dieser Tag null Thema.

Das ist verrückt

Fand das auch immer seltsam und fühlte mich danach immer schlecht. Die beliebten wurden überhäuft und Außenseiter aktiv gekennzeichnet. Man fühlte sich echt wie ein Loser. Noch dazu waren ich auf einer katholischen Mädchenschule und frage mich echt, was das da zu suchen hatte 🤨

Pech für ihn

Ich habe damals meinem Schwarm eine Rose gekauft. Bei der Verteilung hat jemand ihm gesagt, dass sie von mir ist. Daraufhin hat er laut gesagt "oh, dann muss ich sie wegschmeißen", ist aufgestanden und sie vor der ganzen Klasse in den Mülleimer geworfen. An den Moment erinnere ich mich bis heute 🫠

Die Beliebtheits-Hierachie

Das war nur für die "Ballkönigin" süß. Die x Rosen von allen Typen bekommen hat. Die meisten "normalen" Mädels haben sich gegenseitig Rosen gekauft. Und die ungeliebteren sind leer ausgegangen. Jedes Mal. Das war einfach nur ätzend.

Sehr guter Vergleich

Das ist wie im Sportunterricht, als man für seine Mannschaft die Mitspielenden aussuchen sollte und ich immer zu denjenigen gehörte, die als letztes gewählt wurden, weil ich immer schlecht gespielt habe. Solche Aktionen sind demütigend und verletzend.

Girls Girl

Deswegen haben wir Mädels unter uns auch welche versendet, so hatte von uns niemand keine. Das fand ich schön

Kinder können grausam sein

ich war auf einer Mädchenschule. Zu Valentinstag konnten die Jungs aus der Jungsschule im Nachbarort auch den Mädels eine Rose mit einer kleinen Botschaft schicken. Da ich eher ne Außenseiterin war und auch teilweise gemobbt wurde, habe ich nie eine bekommen. Bis auf 1 Mal. Bis heute weiß ich nicht, von wem die Rose kam, aber die Kommentare meiner Klassenkameradinnen "Wer schenkt DIR denn eine Rose?" und "Die hast du dir bestimmt 1/2
2/2 selbst geschickt", werde ich nie vergessen. Das war noch demütigender, als gar keine zu bekommen.
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