Waren unsere Mütter mit Ende 30 genauso gestresst?

Chris Schröder 29.05.2024, 14:08 Uhr

Fragt ihr euch auch manchmal, ob unsere Mütter mit Ende 30 genauso gestresst und ausgebrannt waren wie wir? Wir stehen vor riesigen Herausforderungen: Karriere, Familie, Haushalt – alles soll perfekt laufen. Klar, unsere Mütter hatten es auch nicht leicht, aber vieles war anders. Sie hatten oft weniger berufliche Erwartungen und mehr familiäre Unterstützung.

Heutzutage jonglieren wir Carearbeit, Job und den ständigen Druck, alles gleichzeitig zu schaffen. Social Media verstärkt den Stress, weil wir ständig perfekte Bilder sehen. Aber auch die Gesellschaft hat sich verändert: Gleichberechtigung und berufliche Chancen sind besser geworden, was natürlich auch höhere Erwartungen an uns selbst mit sich bringt. Der ständige Druck führt oft zu gesundheitlichen Belastungen. Chronischer Stress kann zu Burnout führen. Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Magenprobleme sind häufige Begleiter. Wir geraten in einen Teufelskreis: Mehr Stress führt zu schlechterer Gesundheit, was wiederum unsere Leistungsfähigkeit mindert und den Stress weiter erhöht.

Unsere Mütter hatten sicherlich auch ihre gesundheitlichen Probleme, aber vielleicht in anderer Form. Der Druck, Hausfrau und Mutter zu sein, war groß, aber oft waren die Rollen klarer definiert. Heute müssen wir ständig zwischen verschiedenen Rollen wechseln, was die mentale Belastung erhöht. War es damals einfacher? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Der Stress war anders verteilt, aber auch sie hatten ihre Herausforderungen. Genau dieser Frage geht der nun folgende Thread von @MarsenMhm auf den Grund. Aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild.

Frage mich, ob unsere Mütter mit Ende 30 genauso gestresst und ausgebrannt waren wie wir.
Könnt ihr eure mal bitte fragen? Interessiert mich ernsthaft.
— Marsen (@MarsenMhm)

Es war also schon immer so

Ich hab erst vor paar Tagen mit ihr gesprochen. Sie wollte jeden Tag alles hinschmeißen... Jeden Tag... Also einfach vor allem weglaufen. Ich bin froh dass sie es nicht tat. Aber ich fühle es. 😟 Wie wars bei deiner?
— 𝕮𝖍𝖊𝖘𝖘 𝕳𝖊𝖑𝖑𝖋𝖎𝖗𝖊 ♟️🔥 (@ChessHellfire)

Stimmt das denn?

Meine hat nie gearbeitet, hatte keine Hobbies und hat auch nicht besonders viele Actionsachen mit uns gemacht. Ausgebrannt war sie, aber anders.
Stresslevel aber deutlich niedriger als meiner, würde ich sagen.
— Nini Bela (@NiniBela1)

Viel hat sich nicht geändert

Da brauch ich nicht zu fragen. Ja war sie. Alleinerziehend, voll berufstätig. Abends kaum Zeit, da Haushalt usw.. Mein Bruder und ich dann mittendrin.
— MrBenvolus (@MrBenvolus)

War also nur anders, aber nicht besser

Nein, eindeutig nicht.
Sie war Hausfrau, bis ich 12 war. Erst dann ging sie nachmittags in TZ arbeiten. Der Job war körperlich anstrengend, aber n. stressig.
Ausgebrannt war sie nicht, eher intellektuell unterfordert. Und mein Dad war ein Despot. Auch Mist.
— Shadow  (@Shadow36399458)

Ja, da ist was dran

Nein, die hatten aber auch weniger Ablenkung, 4 Fernsehsender, kein Internet,, dafür wurde noch Wäsche gemangelt, selbst gekocht, am Wochenende ging es in den Garten maximal zweimal im Jahr Urlaub und man musste funktionieren. Es gab den ganzen Optimierungsdrang etc. nicht.
— Aufschneiderin (auch Wiederzunäherin) (@sterntaler1970)

Steile These

Ich hatte Angst meine Eltern abends oder nachts zu stören, selbst mit Mittelohrentzündung habe ich mich kaum ins elterliche Schlafzimmer getraut. Meiner Meinung nach standen früher die Bedürfnisse der Erwachsenen im Zentrum. Heute ist es eher andersrum und deshalb anstrengender.
— Katri (@Katarinagros)

Wer hat auch eine Workaholic-Mum?

Meine Mutter hat immer vollzeit gearbeitet auch mit GdB 80% hat erst reduziert als sie palliative Chemotherapie bekommen hat. Aufgehört glaube 1 Monat bevor sie gestorben ist. Haushalt und Kinder war ebenfalls ihr Job. Und sie wollte das alles so!
Aber die Frau war nicht normal😅
— Die kleine Ärztin (@doktorin_mama)

Starke Frau

Meine Mutter hat uns Ende 30 bekommen. Nach fünf Jahre Pause zurück als Krankenschwester in der Notaufnahme. Ihre Standard Aussage zu Stress, Menopause und Co.: "Keine Ahnung. Ich hatte genug anderen Kram zu tun! Hatte keine Zeit dazu!" 😂
— Friederike (@friday707)

War es nun besser oder nicht?

Nein, war sie nicht. Es war eine andere Zeit. Ich war ein Einzelkind, pflegeleicht. Meine Mutter war Hausfrau als ich Kind war. Wir hatten einen Riesengarten, es wurde mit Holz geheizt und wir waren weitgehend Selbstversorger, es gab also VIEL Arbeit, aber der Stress war anders.
— Blüte (@Bluetenfrau)

Eine echte Kämpferin

Meine war da schon Witwe. Als alleinerziehende Mutter mit einem Berg Schulden... brauch ich wohl nicht sagen wie hart das für sie war.
Sie hat sich da wie eine Löwin über Jahrzehnte durchgebissen und aus dem finanziellen Tief herausgearbeitet.
♥️
— Christian Jog 🏍️ (@ChristianJog)

Klingt nach einer privilegierten Familie

Meine Mutter war Hausfrau ab meiner Geburt und war schon deshalb deutlich weniger gestresst als ich mit Vollzeit berufstätig sein plus Kind. Das sagt sie auch selbst so.
— Leutegesundmacherin (@Leutegesundmach)

Erscheint logisch

Kann leider nicht mehr fragen, aber meine Mutter hatte mit Ende 30 eine 12jährige, ein Baby (mich) und ist nach 6 Wochen wieder in eine Wäscherei arbeiten gegangen, hat den Haushalt gewuppt und ich denke einfach: JA!
— Wu (@Das_Wu1)

Glauben wir auch

Meine Mama war 37 als ich auf die Welt kam. Gerade so fertig geworden mitm Hausbau. Mit 45 Witwe. Ja, ich glaube es war keine einfache Zeit.
— AnikamiteinemN (@anikamiteinem)

Der Klassiker in diesem Land

Ja, weil sie plötzlich alleine mit drei Kindern war. Keine Ahnung von Ansprüchen und sich daher kaputtgearbeitet für minimales Geld. Bis es nicht mehr ging und ein paar Jahre später der Burnout kam. Das wurde natürlich nicht so gewertet, sondern plötzlich war sie einfach „faul“.
— erleben&vergessen (@Erlebe_Vergesse)
Wo wir gerade bei den Heldinnen des Alltags sind:

Eine für alle: 13 unverwüstliche Mama-Posts

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