Thread: Wir werden darüber nie wieder reden, nur machen

Die Tweets einer Lehrerin gingen in den letzten Tagen vielen Twitteruserinnen und Twitterusern unter die Haut. Weil sie es mit wenigen Worten geschafft haben, so vielen von uns etwas ins Gedächtnis zu rufen, was man nur allzu leicht verdrängt: Armut ist ein Problem in Deutschland. Und zwar eines, das leise ist. So leise, dass man es überhören kann, wenn man nicht genau darauf achtet. Das merkt man schon an den kleinsten Mitgliedern unserer Gesellschaft. Statistisch geht jedes zehnte Grundschulkind in Deutschland ohne Frühstück zur Schule. Oft genug ist das Problem, dass in den Familien nicht genug Geld da ist, um alle Mitglieder satt zu bekommen. In einem Land, in dem jährlich elf Tonnen einwandfreier Lebensmittel weggeworfen werden, sollte diese Realität uns alle mit Scham erfüllen. Aber schämen allein reicht nicht. Wir brauchen Lösungen für die Kinder, die Tag für Tag mit knurrenden Mägen in den Kindergärten und Schulen sitzen. Hut ab an Twitteruserin @FrauDausH, die sich entschlossen hat, ein Problem nicht nur zu erkennen, sondern auch zu lösen! Dies ist ihr Thread. 

Das sagen andere User*innen:

Wahrscheinlich können wir uns alle darauf einigen, dass wir wenigstens die Kinder vor der Abwägung zwischen Hunger und Verantwortung schützen sollten, wenn wir es schon nicht schaffen, Armut nachhaltig zu bekämpfen. Auf Twitter wurde über dieses Thema heiß diskutiert und die Lehrerin bekam viel Zuspruch für ihren entschiedenen, diskreten Einsatz. Doch Twitter kann mehr als aufbauende Worte und wichtiges Feedback. Zahlreiche User und Userinnen nahmen sich an der engagierten Lehrkraft ein Beispiel und unterstützten sie und damit auch die Familie des Kindes mit Spenden. Wir haben die Entwicklungen verfolgt und einige der besten Kommentare zusammengetragen.

Die Twitter-Magie funktioniert

Vielen Dank allen, die sich an der Aktion beteiligt haben!

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, auch euch zu bitten, dieses Problem nicht wegzuignorieren. Der kommende Winter wird für viele Menschen besonders hart werden. Auch die Anzahl frierender und hungernder Kinder wird zunehmen, das wissen wir jetzt schon. Wir können von ihnen nicht erwarten, dass sie auf dieses Problem aufmerksam machen oder es gar lösen. Es ist unsere Verantwortung als Gesellschaft, für sie laut zu werden und dort zu helfen, wo es uns möglich ist. Mehr zum Thema könnt ihr hier lesen:

Ich bin armutsbetroffen: 20 Tweets gegen Vorurteile und Klischees

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