Thread: Deutschzwang auf dem Pausenhof

Manuela Jungkind 20.01.2023, 11:44 Uhr

Man kann fast die Uhr danach stellen: Alle paar Monate entbrennt in den Polit-Talkshows die unwürdige Diskussion darüber, ob auf den Schulhöfen dieses Landes eine Deutschpflicht gelten sollte. Konservative reden sich um Kopf um Kragen, welche Gefahren der Gemeinschaft im Großen und Kleinen drohen, wenn Kinder sich in unterschiedlichen Sprachen beim Seilspringen anfeuern. Und hey, so ehrlich sollten wir schon sein: Mit den Sprachen, die am bleichen Bein des Abendlandes nagen, sind nicht Englisch oder Französisch gemeint. Aber weil diese hässliche Wahrheit doch ein bisschen zu sehr nach Rassismus stinkt, werden eben andere „Argumente“ vorgeschoben: die Gefährdung des Miteinanders oder auch soziale Segregation. Twitteruserin @Rotstift44 ist Lehrerin und erzählt, wie sie zum Thema Deutschpflicht auf Schulhöfen steht. Dies ist ihr Thread.

Das sagen andere User*innen:

Spannend, oder? Wer hat schon Einblicke in die Schulhöfe dieses Landes? Jedenfalls gibt es uns ein besseres Gefühl, die Einschätzung einer Lehrerin zu hören, die tagtäglich mit Schülern und Schülerinnen aus unterschiedlichen Ländern zusammenarbeitet als opportunistische Reden von Politiker*innen, die sich schon mal für den nächsten Wahlkampf in Startposition bringen möchten. Auch die Twitteruserinnen und -user konnten der Lehrkraft nur zustimmen. Wir haben die wichtigsten Kommentare für euch zusammengetragen.

Lasst uns das Problem doch bitte an der Wurzel bekämpfen

Danke an die Lehrkräfte, die tagtäglich beim Deutschlernen helfen, statt andere Sprachen zu bekämpfen

Wann Dialektpflicht zur Stärkung der regionalen Identität?

Können wir fühlen

So ist es


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Thread: Kranke Schüler*innen

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