Thread: Der Konflikt um Lützerath

Die Bilder gingen um die Welt: Deutschland, der einstiege Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien, lässt unter Polizeischutz ein Dorf für den Braunkohletagebau räumen. Es kommt zu tumultartigen Szenen, man sieht Polizeikräfte grölend in eine Menschenmenge rennen und auf Klimaaktivisten mit Schlagstöcken einprügeln. Überwältigte Demonstranten werden schikaniert und mit Schmerzgriffen gedemütigt. Wer nicht vom Energieriesen RWE als Pressevertreter akkreditiert wurde, ist in den Augen der Polizei auch keiner. Wer festgenommen wird, kommt entweder in RWE-eigene Gefangenentransporter, die teuer an das Land NRW vermietet werden oder in fensterlose Güterzüge.

Wo man bei den Querdenker-Demos noch Angst vor unschönen Bildern hatte, weil alle Gesellschaftsschichten vertreten waren, ist bei den Protesten um den Stopp des Kohletagebaus Lützerath davon nichts mehr zu spüren. Klimaaktivismus ist als Feindbild in der Gesellschaft angekommen. Dafür haben diverse Agitatoren in den letzten Monaten aus parteitaktischen Gründen Sorge getragen. Protest wird daher nur noch akzeptiert, wenn er gefällig ist und nicht allzu sehr stört. Dass es sich bei den Protestierenden um Menschen handelt, die sich um die Zukunft und Lebensgrundlagen aller sorgen, wird unter den Teppich der juristischen Legalität des Braunkohleabbaus gekehrt. Man gewinnt den Eindruck, Sorgen und Ängste nimmt die deutsche Politiklandschaft nur ernst, wenn es sich um das Thema „Überfremdung“ handelt.

Aber lassen wir doch jemanden zu Wort kommen, der die Ereignisse hautnah miterlebt hat. Deswegen erteilen wir nun Luisa Neubauer das Wort:

Das sagen andere User:

Wer glaubt, das Thema Lützerath hätte sich erledigt, der irrt sich. Die Proteste werden auch nach der Räumung weitergehen. Der Klimawandel rast ungebremst auf uns zu und immer mehr Menschen begreifen, dass die Zeit zum Handeln davonläuft. Daher haben wir ein paar kritische Stimmen der Community gesammelt und hier für euch verewigt.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Schaut doch hier noch rein, wenn ihr mögt:

Thread: Über die Wahrnehmung des Themas „Klimawandel”

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